Foto: dpa
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Es sollte nur ein Ausflug unter Boßelspielern sein. Dann fährt ein 27-jähriger Autofahrer in die Truppe im Emsland. Wie konnte es dazu kommen?

Ein 27-Jähriger ist im Emsland in der Dunkelheit mit seinem Auto in eine 25-köpfige Freizeitgruppe geraten – mehrere Menschen wurden verletzt. Zwei Menschen seien am Samstagabend in Breddenberg lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei mit. Zwei weitere seien schwer, vier leicht verletzt, der Fahrer erlitt einen Schock. Der Zustand der lebensgefährlich Verletzten sei weiter kritisch, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag.

Die Sprecherin bestätigte, dass es sich um einen Unfall handelte. Die Gruppe bestand aus Boßelspielern. Boßeln ist eine Art Straßen-Kegeln, das im Winter vor allem im Norden Deutschlands auf ruhigen Straßen gespielt wird.

Der Fahrer habe die Gruppe in der Dunkelheit vermutlich übersehen, hieß es. „Es sieht alles nach einem Unfall aus, Hinweise auf ein absichtliches Verhalten des Autofahrers gibt es nicht“, sagte ein Polizeisprecher bereits am Samstagabend. Die rund 25 Boßelspieler im Alter von 18 bis 26 Jahren seien mit zwei Bollerwagen unterwegs gewesen. Auf der Straße gibt es wenig Licht und keine Geh- und Radwege, wie die Polizei mitteilte.

Der 27 Jahre alte Autofahrer kam wegen eines Schocks ebenfalls ins Krankenhaus. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Mann Alkohol getrunken habe. Alle Verletzten befanden sich auch am Tag nach dem Unfall im Krankenhaus, sagte die Sprecherin.

An der Stelle des Unfalls sei Tempo 50 erlaubt gewesen. Unklar sei, wie schnell der 27-Jährige war.

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(dpa)