Foto: Marcel Kusch/dpa
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Der Besuch eines Schwimmbads endet für eine Fünfjährige tödlich. Eine Bademeisterin findet das Mädchen auf dem Boden eines Lernschwimmbeckens. Rettungsversuche scheitern.

Ein fünf Jahre altes Mädchen ist in einem Schwimmbad in Gelsenkirchen ertrunken. „Wir hoffen, dass wir Montag erste Erkenntnisse haben, was dort genau passiert ist“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Eine Bademeisterin hatte das Mädchen nach Angaben der Polizei am Samstag auf dem Boden eines 128 Zentimeter tiefen Lernschwimmbeckens wahrgenommen. Sie habe es umgehend geborgen und versucht zu reanimieren. Das Kind, das mit mehreren Erwachsenen und anderen Kindern in dem Bad war, starb im Krankenhaus.

Es werde bislang nicht gegen einzelne Personen ermittelt, sagte der Polizeisprecher einen Tag nach dem Unglück. Am Samstag seien die Angehörigen sowie die Rettungsschwimmer befragt worden, am Sonntag würden weitere Zeugen befragt.

Das Mädchen war gemeinsam mit seinem Vater, einem Onkel und einem weitere Erwachsenen sowie fünf anderen Kindern im Schwimmbad. Alle stammen den Angaben zufolge aus Syrien. Die Familie und die Bademeisterin wurden nach dem Unglücksfall betreut.

Allein in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 sind nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bundesweit 445 Menschen beim Baden tödlich verunglückt. In Nordrhein-Westfalen waren es 55 Menschen. Risikogruppen seien Kinder und Flüchtlinge, so die DLRG. Viele könnten nicht richtig schwimmen.

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(dpa)