Wie geht es nach dem Booster weiter? Kölner Arzt skizziert Impf-Zukunft

Erst eine Impfung, dann zwei, dann drei! Wie viele Corona-Impfungen kommen noch? Ein Kölner Arzt erklärt die Impf-Zukunft.
Jürgen Zastrow
Der Kölner Arzt Dr. med. Jürgen Zastrow. Foto: privat

Das Coronavirus hat Deutschland nach knapp zwei Jahren noch immer fest im Griff, beherrscht das Leben aktuell sogar mehr als je zuvor! Doch viele Deutsche wollen sich nicht impfen lassen. Am 7. Dezember liegt die Impfquote der Bundesrepublik noch immer bei nur 69 Prozent. Die Zahl steigt mehr als langsam.

Wie zahlreiche Memes – etwa auf Instagram – zeigen, rührt die Skepsis auch von der plötzlichen Notwendigkeit eines Boosters, also einer Dritt-Impfung gegen das tückische Coronavirus. Viele fragen sich: Wie geht es nach dem Booster weiter? Muss ich mich jetzt bis zum Lebensende alle paar Monate gegen Corona impfen lassen?

 

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Dr. Jürgen Zastrow hält das für unwahrscheinlich: „Das kann ich mir nicht mal in meiner größten Fantasie ausmalen“, stellt der Kölner HNO-Arzt in Tonight News klar. Dass nach der dritten Impfung Schluss ist, kann er allerdings auch nicht garantieren. „Nach drei Impfungen hält der Impfschutz deutlich länger als nach nur zwei Impfungen, wo der Schutz nach ein paar Monaten schon wieder nachlässt.“

Dieses Bild postete ein junger Kölner in seiner Instagram-Story. Foto: Screenshot Instagram/gordo_armani_sunbino

Nach dem sogenannten Booster bestehe ein Schutz vor den gängigen Corona-Varianten (alpha bis delta) zu etwa 95 Prozent. Die neue Variante „Omikron“ mache allerdings keinen Halt mehr vor „Geboosterten“. Hier könne es dann wiederum zu „Immune Escapes“ (Impfdurchbrüchen) kommen. „Je nachdem, welche neuen Varianten noch auf uns zukommen, muss dann wieder neu geimpft werden. Dann müssten auch wieder neue Impfstoffe hergestellt werden.“ Wie die ARD-Tagesschau berichtet, halte der Impfstoff-Hersteller BioNtech die Produktion eines neuen, angepassten Impfstoffes für unumgänglich.

>> Booster-Impfung: Wer sie wann braucht – alle Infos zur Auffrischung des Corona-Schutzes <<

Corona-Variante Omikron: Was ist ein Immune Escape?

Viren passen sich ständig an ihre Wirte und deren Immunabwehr an. Daher kommt es zu immer neuen Virus-Mutationen, wie es sie auch bei Corona gibt. Bei der erstmals in Südafrika festgestellten Omikron-Variante handelt es sich um eine solche „Escape-Variante“, die sich dem Impfstoff entzieht. Antikörper docken an bestimmten Stellen des Spike-Proteins an. Wenn sich die Andockstellen jedoch verändern, können die Antikörper dort nicht mehr ansetzen und das Virus dann auch nicht mehr abwehren. Die Folge: Auch Geimpfte und Geboosterte erkranken an der neuen Corona-Variante.

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