Leguan
Foto: Shutterstock/Sanit Fuangnakhon

Für Bewohner im Süden Floridas hat es zur Abwechslung eine Wetterwarnung der tierischen Art gegeben: Sie sollten nicht überrascht sein, wenn sie verfrorene Leguane von Bäumen fallen sähen, teilte das Büro des nationalen Wetterdiensts in Miami mit.

Denn für Dienstag werde in der Region ein Temperaturrückgang auf -1 bis 4 Grad erwartet. „Brrr!“, ergänzte der Wetterdienst passenderweise.

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Die ungewöhnliche Kälte betäubt zwar die Schuppenechsen, bedeutet aber nicht unbedingt deren Tod. Schon am Mittwoch dürften viele dank steigender Temperaturen wieder aufwachen.

Leguane sind für den Menschen nicht gefährlich, können aber Uferdämme, Bürgersteige und Blätterwerk beschädigen und lange Tunnel graben. Männliche Exemplare können bis zu 1,50 Meter lang werden und neun Kilo auf die Waage bringen. Weibchen legen in der Regel fast 80 Eier pro Jahr, das warme Klima im Süden Floridas gilt als ideal für die prähistorisch anmutenden Tiere.

In dem US-Staat dürfen Leguane als Haustiere gehalten werden, sind aber durch keine Gesetze geschützt, außer durch das allgemeine Verbot von Tierquälerei. Im Süden Floridas tummeln sie sich seit den 60er Jahren, doch ist deren Zahl in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Heimisch sind Leguane vor allem in Zentralamerika, tropischen Gebieten in Südamerika und auf einigen Karibik-Inseln.

Quelle: dpa