Werdende Mutter (21) stirbt bei Vorstellungsgespräch: Haare verfangen sich in Maschine

In Belarus ist eine junge Frau nach einem tragischen Unfall in einer Fabrik gestorben. Die 21-Jährige war schwanger, als sie zu einem Vorstellungsgespräch in einer Fabrik zu Besuch war. Dort verfingen sich ihre Haare in einer Arbeitsmaschine.
Foto: shutterstock/chaiyawat chaidet (Symbolbild)
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In Belarus ist eine werdende Mutter auf tragische Art und Weise ums Leben gekommen. Die erst 21 Jahre alte Umida Nazarova war zu einem Vorstellungsgespräch in einer Fabrik in Borissow. Dort nahm das Unglück dann seinen Lauf. Die schwangere Frau verfing sich bei einem Rundgang mit ihren langen Haaren in einer Maschine. Nach dem heftigen Unfall wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Dort kämpften die Ärzte fast drei Wochen vergeblich lang um das Leben der jungen Frau. Am Ende starb sie in der Klinik.

Das berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mail“. Dem Bericht zufolge suchte die werdende Mutter einen Job in der örtlich ansässigen Svarmet-Fabrik. Vor dem finalen Vorstellungsgespräch im Betrieb, in dem Kabel und Elektroden hergestellt werden, sollte sie sich die Maschinen bei einem Rundgang ansehen. Dabei geschah der verheerende Unfall. Nazarovas Haare verfingen sich in einer Maschine, weshalb sich ihre Haare um den Hals der 21-Jährigen wickelten und sie strangulierten. Das alles geschah mit so einer Wucht, dass ihr die Kopfhaut bei dem Unglück abgerissen wurde.

„Ihre Kehle war laut Arzt verletzt. Ihr Haar wurde um ihren Hals gewickelt und sie wurde in die Maschine gezogen“, zitiert die Zeitung Nazarovs Mutter Olga. „Wäre ihre Kopfhaut nicht abgerissen, dann wäre sie an Ort und Stelle von ihren eigenen Haaren erwürgt worden“, erklärte die Frau. Ihre bewusstlose Tochter kam mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik. Dort kämpften Mediziner fast drei Wochen lang um ihr Leben – vergeblich, denn nach 20 Tagen starb Umida Nazarova. Und auch ihre ungeboren Tochter.

Trauer und Wut nach tödlichem Unfall

Die Familie empfindet natürlich Trauer, doch auch Wut. Der Vorwurf: Beim Rundgang durch die Maschinenhalle wurden die Sicherheitsregeln nicht eingehalten. „Sie haben zwei Menschenleben auf dem Gewissen, sie war in der siebten Woche schwanger“, sagt Nazarovs Vater Dimitri vorwurfsvoll. Warum die junge Frau bei der Führung keinen Helm trug, ist unklar. Laut ersten Ermittlungen der belarussischen Behörden soll die junge Frau während des Unfalls sogar ohne Begleitung durch die Fabrik gegangen sein, was einen heftigen Verstoß gegen die Arbeitssicherheit darstellt. Die für die junge Frau ´zuständige Person sei mit administrativen Dingen beschäftigt gewesen.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sei eine namentlich nicht genannte Produktionsleiterin der Fabrik wegen „Nichterfüllung ihrer Dienstpflichten aufgrund fahrlässigen Verhaltens mit Todesfolge einer Person“ verurteilt worden. Nur ein schwacher Trost für die Familie der Verstorbenen. Ihre Mutter sagte der Zeitung: „Sie wollte Mutter werden. Wir wollten eine Hochzeit feiern und wir wollten ein Enkelkind. Wir sind am Boden zerstört.“

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