Foto: AFP
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Ob das wirklich die Lösung des Problems ist? In Paris dürfen Männer nun völlig legal auf offener Straße ihr bestes Stück herausholen und sich erleichtern. Was als Lösung im Kampf gegen Wildpinkler gedacht ist, stößt vor allem bei Anwohnern auf Unverständnis.

Statt gegen eine Hauswand oder an einen Baum zu pinkeln, sollen Männer in Paris künftig öffentliche Öko-Urinale namens „Uritrottoir“ benutzen. Die Bezeichnung setzt sich aus den Worten „Urinal“ und „Trottoir“ (französisch: Bürgersteig) zusammen und soll besonders umweltfreundlich sein, da der Urin in einem mit Stroh oder Sägespänen gefüllten Behälter gespeichert wird und kompostiert werden kann. Ein Prinzip, das auch schon auf deutschen Festivals zum Einsatz gekommen ist.

In der französischen Hauptstadt scheint die gut gemeinte Idee aber nicht aufzugehen. Anwohner kritisieren nicht nur die Standortwahl – ein „Uritrottoir“ soll in unmittelbarer Nähe einer Schule stehen, ein anderes direkt neben der bei Touristen beliebten Notre-Dame-Kirche – sondern auch die Tatsache, dass offenbar nur an Männer gedacht wurde. Auf Twitter beschweren sich zahlreiche Frauen, dass es für sie keine Lösung gebe. 

Die Stadt Paris begründet die Aufstellung der öffentlichen Öko-Toiletten derweil mit der wachsenden Zahl an Wildpinklern. Um das damit verbundene Geruchsproblem einzudämmen, habe man sich für das „Uritrottoir“-Prinzip entschieden. Bilder von Pinkel-Pfützen zeigen allerdings, dass es offenbar nicht allen Männer gelingt, sich auch IN das Urinal zu erleichtern. 

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