Wenige Tage nach Erkrankung: Bekannter Impfgegner stirbt an Corona

Ein bekannter Impfgegner in den USA ist an einer Corona-Infektion gestorben. Zuvor hatte er sich mit einem Pferde-Entwurmungsmittel selbst behandelt.
Corona-Intensivstation Universitätsklinikum Essen
ine Mitarbeiterin der Pflege steht in einem Zimmer der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen und bedient ein ECMO-Gerät, eine Herz-Lungen-Maschine. Foto: Fabian Strauch/dpa

Hierzulande dürfte Doug Kuzma nur eingefleischten Corona-Leugnern und Impfgegnern bekannt sein, in den Vereinigten Staaten ist der Verschwörungstheoretiker aber recht bekannt. Auf seinem eigenen Podcast haute er regelmäßig Slogans der rechtsextremen Gruppe QAnon raus, die in den USA seit der Präsidentschaft von Donald Trump sehr viel Zulauf erhalten hat.

Als es Mitte Dezember zu einem großen Treffen in den USA kam, bei dem viele Verschwörungstheoretiker und rechtsextreme Gruppierungen zu Gast waren, wurde schnell klar, dass die Veranstaltung zu einem Superspreader-Event mutierte. Vor allem deshalb, weil kaum jemand der Teilnehmer geimpft war, da diese die Impfung per se ablehnen.

Auch Doug Kuzma war vor Ort und hielt seine Reden. Nur wenige Tage später erkrankte der 61-Jährige aber an Corona, wie der englische „Mirror“ berichtet. Nachdem Kuzma die Tatsache zunächst noch leugnete und wie so viele seiner „Kollegen“ nach der Veranstaltung einen Anthrax-Anschlag für die Erkrankung verantwortlich machte, musste er schließlich nach Tagen seinen Irrtum doch einsehen. Zuvor hatte er sich jedoch noch mit dem Pferde-Entwurmungsmittel Ivermectin selbst behandelt. Ohne Erfolg.

An Heiligabend kam er schließlich ins Krankenhaus. Dort wurde er sofort an Beatmungsgeräte angeschlossen. Allerdings war es wohl bereits zu spät, denn seine Lungen reagierten nicht auf die Therapie. Am 3. Januar soll Kuzma dann schließlich verstorben sein.

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