Ameisenbär
Foto: Liu Dawei/Xinhua/dpa

Typisch für ihre Art kletterte sie am ersten Tag ihres Lebens sofort auf den Rücken der Mama: Im Zoo Dortmund haben die Großen Ameisenbären eine Tochter auf die Welt gebracht.

Fotos des Jungtiers und von Mutter Zenobia direkt nach der Geburt am vergangenen Mittwoch postete der Zoo nun auf Facebook.

Beide Tiere seien wohlauf, teilte ein Sprecher des Zoos am Dienstag mit: „Die Mutter kümmert sich auch sehr gut und ist sehr entspannt.“ Es sei ihr drittes Kind, allerdings das erste mit Vater Antebus.

Das Neugeborene mit einem Gewicht von etwa 1700 Gramm und der charakteristischen langen Schnauze ist den Angaben zufolge der 64. Ameisenbär, der im Dortmunder Zoo zur Welt gekommen ist. In Fachkreisen gelte der Zoo als „Welthauptstadt der Ameisenbären“. In den kommenden Tagen soll der Nachwuchs einen Namen bekommen.

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Ameisenbären sehen ulkig aus. Sie haben eine struppige Mähne, einen buschigen Schwanz und eine lange, dünne Schnauze. In der stecken keine Zähne, dafür aber eine echt lange Zunge. Mit der angelt das friedliche Tier vor allem Ameisen und Termiten aus deren Bauten. Tausende von Insekten verputzt es jeden Tag.

Damit ist auch klar, warum der Ameisenbär so heißt. Mit Bären haben die Tiere aber weniger zu tun. In der freien Natur leben Ameisenbären in Südamerika.

Ohne den Ameisenbären könnte die Futterkette durcheinandergeraten. Dem Jaguar würde zum Beispiel eine wichtige Beute fehlen. Ameisen und Termiten könnten sich dagegen leichter vermehren. Von diesen Krabbel-Tieren ernähren sich Ameisenbären nämlich.

Die kleinste Ameisenbär-Art ist der Zwerg-Ameisenbär, den man auch Zwerg-Ameisenfresser nennt. Er lebt nur auf Bäumen und ist etwa eichhorngroß.

Der größte Ameisenbär ist der Große Ameisenbär. Man sagt auch Mähnen-Ameisenbär oder Yurumi zu ihm. Er lebt auf dem Boden.

Nur etwa halb so groß ist der Kleine Ameisenbär, auch Tamandua oder Baum-Ameisenbär genannt. Ihn kann man am Boden, aber auch auf Bäumen finden.

Quelle: mit dpa-Material