Foto: Rommel Canlas/Shutterstock.com (Symbolbild)
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Eltern im US-Staat Utah sollen ihr Kind mit der Foltermethode Waterboarding bestraft haben. Das neunjährige Mädchen sei nur nachts aufgestanden, um sich eine Tasse mit Wasser zu holen, teilten Staatsanwälte am Mittwoch mit.

Vater und Stiefmutter hätten das Kind dann mit der Tasse ins Badezimmer gebracht, ihm die Hände verbunden, das Gesicht mit einem Handtuch bedeckt und mehrere Minuten lang Wasser darübergegossen. Das Mädchen habe nicht atmen können. Die Stiefmutter habe ihm bei der mutmaßlichen Tortur gesagt, dass „es an dem, was da passiert, sterben“ könne, hieß es in einem Strafantrag vom Mittwoch (Ortszeit).

Die Polizei fielen bei der Kleinen Verletzungen auf, die von einer Fesselung der Hände kommen könnten. Zudem habe sie Kratzer und blaue Flecken gehabt.

Beamte wurden am 3. Dezember in ein Krankenhaus gerufen, in das das Mädchen gebracht wurde. Es gab an, schon drei Mal mit Waterboarding bestraft worden zu sein, etwa für das Essen von Zuckerguss. Ihr Vater und die Stiefmutter hätten sie zudem mit Gürteln und Kleiderbügeln geschlagen. Zur Strafe habe sie mitunter Kniebeugen und Liegestützen machen müssen. Auch zwei andere Kinder des Paares schilderten, mit Gegenständen wie Handy-Ladekabeln und Schuhen traktiert worden zu sein.

Der Vater habe „vehement bestritten“, Gegenstände zur Züchtigung seiner Kinder eingesetzt zu haben, hieß es. Doch gab er zu, ihnen manchmal mit der flachen Hand den Hintern versohlt zu haben. Zum Waterboarding-Vorwurf sagte er, seine Tochter habe sich etwas zu Trinken geholt, obwohl Bettzeit gewesen sei. Sie hätten versucht, sie zur Strafe in die Ecke zu stellen, doch sei sie da nicht geblieben. Dann hätten sie das Kind in die Klinik gebracht, weil sie „Hilfe gebraucht“ hätten. Was er damit meinte, blieb offen. Gegen den Vater und seine Partnerin läuft ein Strafverfahren wegen Kindesmissbrauchs.

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(dpa)