Joe Biden USA
Foto: AP Photo/Alex Brandon

Weil er mit dem neuen Präsidenten der USA nicht einverstanden ist, hat ein Mann in Bayern sein Haus verwüstet. „Er sagte, er sei so bockig, weil Donald Trump nun nicht mehr Präsident ist und Joe Biden in sein Amt eingeführt wurde“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Den Hinweis bekam die Polizei am Mittwochabend von einem Anrufer aus Übersee. Der Mann sprach den Angaben zufolge mit der Mutter des Randalierers per Videochat. „Dann flogen im Hintergrund plötzlich Flaschen und einiges ging zu Bruch“, berichtete der Sprecher. Aus Sorge alarmierte der Anrufer die Polizei in Deutschland.

Erst nach heftigen Auseinandersetzungen mit den Beamten habe sich der 29-jährige US-Amerikaner beruhigt, sagte der Polizeisprecher. Zur Sicherheit habe er die Nacht in einer Zelle verbracht. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. Zuerst hatte das Portal „infranken.de“ über den Polizeieinsatz in Hollstadt im Norden des Freistaats berichtet.

USA: Joe Biden läutet als Präsident eine neue Ära ein

Am vergangenen Mittwoch hatte der Demokrat Joe Biden seinen Wahl-Konkurrenten Donald Trump im Weißen Haus abgelöst und die USA in seiner Anstrittsrede zu Einheit und Versöhnung aufgerufen. Der 78-Jährige versprach, alles dafür zu tun, das Land zu einen und zu heilen. Er appellierte an die Bürger, neu anzufangen, einander zuzuhören und aufeinander zuzugehen. Zugleich versprach er: „Ich werde ein Präsident für alle Amerikaner sein.“

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Das Land stehe vor großen Herausforderungen, sagte Biden und nannte unter anderem die Corona-Pandemie, die schwierige wirtschaftliche Lage, den Klimawandel aber auch Extremismus und Hass im Land. Doch zugleich gebe es viel Hoffnung und immense Möglichkeiten. „Mit Einheit können wir große Dinge tun, wichtige Dinge“, sagte er. „Dies ist unser Moment in der Geschichte. Und Einheit ist der Weg vorwärts.“

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Biden hatte die Präsidentenwahl im November mit deutlichem Abstand gewonnen. Er kann bei seinen geplanten Vorhaben auf die Unterstützung des Kongresses bauen, wo sich seine Demokraten bei den Wahlen die Kontrolle beider Kammern sicherten.

Quelle: dpa