Foto: Shutterstock/somboon kaeoboonsong
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Weil er in einem Restaurant in Düsseldorf auf einen Gast geschossen hat, ist ein Ex-Bordell-Türsteher zu fünf Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden.

Das Düsseldorfer Landgericht verurteilte den vorbestraften 51-Jährigen am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung. Zeugen zufolge hatte er den Gast aufgefordert, das Lokal zu verlassen. Als der nicht reagierte, hatte der 51-Jährige dem Mann zwei Mal in die Beine geschossen. Der Verurteilte war der Rockergruppe Hells Angels zugerechnet worden.

Das 36-jährige Opfer hatte berichtet, sein ehemaliger Kollege an der Tür eines Düsseldorfer Großbordells sei aggressiv auf ihn zugekommen und habe ihm gesagt: „Hier ist kein Platz für dich.“ Er habe das Lokal aber nicht verlassen, weil er nicht damit gerechnet habe, dass sein Gegenüber in einem belebten Restaurant eine Pistole zückt und schießt. Der Beschuldigte hatte die Schüsse gestanden, aber behauptet, er habe seinen Ex-Kollegen nicht treffen wollen. Mit dem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts.

Er sei nach wie vor in dem Bordell beschäftigt, sagte das Opfer aus. Der 51-Jährige sei dort aber wegen seiner Nähe zu den Hells Angels gefeuert worden. Eine Woche später sei der Geschasste mit rund 25 Rocker-Kumpanen in bedrohlicher Weise vor dem Etablissement aufgetaucht.

Der Angeklagte war nach den Schüssen im Restaurant geflüchtet und untergetaucht. Erst zwei Jahre später wurde er bei der Einreise am Düsseldorfer Flughafen festgenommen. Er hat 20 Vorstrafen. Mit der Strafe entsprach das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

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(dpa)