Wegen Henna-Tattoo: Frau verliert im Urlaub fast ihre Hand

In der Vergangenheit haben etliche Vorfälle bewiesen, dass Henna-Tattoos mit Vorsicht zu genießen sind. Eine Australierin hat kürzlich fast ihre Hand verloren.

Wie „Yahoo! News“ berichtet, ließ sich Brooke Crannaford im Ägypten-Urlaub ein Henna-Tattoo aufmalen – ein folgenschwerer Fehler. Denn bereits innerhalb der ersten 24 Stunden wurden ihre Finger taub und es bildeten sich etliche Eiterblasen auf dem Arm und der Hand. Die Bilder sind nichts für schwache Nerven!

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Die 26-Jährige habe im Anschluss sofort einen Arzt aufgesucht, der Phlegmone – eine eitrige Infektionserkrankung – sowie chemische Verbrennungen zweiten oder dritten Grades diagnostizierte.

Doch Crannaford hatte Glück im Unglück: Bereits nach drei Wochen musste sie keinen Verband mehr tragen und konnte eine Woche später wieder arbeiten. Dabei hätte sie durchaus auch einen oder mehrere Finger verlieren können.

Um beim Henna-Tattoo keine böse Überraschung zu erleben, haben wir hier drei Tipps für euch zusammengestellt, die es zu beachten gilt:

  • Um die Einwirkzeit zu verkürzen, wird der Paste zum Teil der schwarze Farbstoff Paraphenylendiamin (PPD) beigemischt. Dieser Farbstoff gilt laut DSH als Kontaktallergen. Hinweise auf PPD können eine kurze Einwirkzeit von bis zu zwei Stunden sowie die schwarze Farbe sein. Natürliches Henna ist rotbraun und muss etwa acht Stunden einwirken.
  • Bei allergischen Reaktionen können Rötungen, Juckreiz und Bläschen auftreten – im Einzelfall sogar nässende sowie verkrustete Hautveränderungen. Zeigen sich solche Symptome, sollte man auf die betroffene Stelle ein eingewickeltes Kühlpad legen, um sich Linderung zu verschaffen. Zudem raten die Experten, sofort einen Arzt aufzusuchen. Denn im schlimmsten Fall droht ein allergischer Schock.
  • Wer einmal sensibel auf den künstlichen Farbstoff reagiert, muss damit rechnen, dass er immer wieder allergische Reaktionen auslöst. PPD kann in geringen Mengen auch in Haarfärbemitteln, Textilien und Kunststoffen vorkommen. Im Zweifel sollte man vor einer Anwendung von Haarfärbemitteln und Kosmetika einen Allergietest machen.
Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)