Wegen Corona-Irrsinn ist Schwangere jetzt der Taliban ausgeliefert

Eine Schwangere hängt in Afghanistan fest, sie darf wegen der Corona-Regeln nicht in die Heimat einreisen. Nun ist sie der Taliban ausgeliefert.

Sie ist eine gebürtige Neuseeländerin, die einfach in ihre Heimat zurückkehren möchte. Charlotte Bellis darf aber nicht! Ihr Einreiseantrag wurde abgelehnt – Grund dafür sind die strikten Corona-Regeln. Das Schlimme: Sie steckt jetzt in Afghanistan fest und ist der Taliban regelrecht ausgeliefert. In der Vergangenheit wurde berichtet, dass die Taliban Schwangere hingerichtet hat.

Wie das neuseeländische Portal „1News“ betrifft, war Bellis in den vergangenen zwei Jahren aus beruflichen Gründen in Katar beheimatet. Die Journalistin dachte, sie könne nicht schwanger werden – erhielt aber vor wenigen Monaten die frohe Kunde. Mittlerweile befindet sie sich in der 25. Schwangerschaftswoche.

 

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Weil sie in Katar illegal war, musste Journalistin nach Afghanistan

Allerdings ist ihre Schwangerschaft mit Problemen verbunden. Denn in Katar ist es illegal, als Unverheiratete schwanger zu sein. Drum musste Bellis schnell handeln, der erste Antrag, nach Neuseeland zurückzukehren, wurde aber abgelehnt. Die Behörden hätten keinen triftigen Grund für die Einreise gesehen. Das hängt mit dem aktuell vorherrschenden und extrem strengen Einreiseregeln aufgrund von Corona zusammen.

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Die einzige Option für Bellis, um Zeit zu gewinnen, war es, nach Afghanistan zu fliehen. Es war das einzige Land für das Bellis und ihr Partner noch ein laufenden Visum hatten. Dort ist es im Gegensatz zu Katar nicht partout gesetzlich geregelt, wie mit unverheirateten Schwangeren umgegangen wird. Das liegt aber in erster Linie an der politisch instabilen Lage des Landes, weil die Taliban die Macht im vergangenen Jahr zurückerobert hat.

Neuseeland lässt Staatsbürgerin nicht einreisen

Nun steckt sie in Afghanistan fest. Ganze 59 Seiten schickte Bellis an die Behörden in ihrer Heimat – so wollte sie versuchen, wieder einreisen zu dürfen und endlich in Sicherheit zu sein. Denn auch bei der Taliban ist der Umgang mit Schwangeren nicht klar. In der Vergangenheit hat die Taliban Medienberichten zufolge auch Schwangere hingerichtet.

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Nun richtet sich Bellis an die Regierung: „Ich frage euch, was soll ich machen? Ich habe nichts falsch gemacht, ich bin schwanger geworden und ich bin Neuseeländerin. Wann haben wir uns so in diesen Corona-Regeln verloren, dass egal ist, wenn eine Staatsbürgerin Hilfe benötigt und nach Hause kommen muss?“. Ihr Antrag auf Einreise wurde am vergangenen Wochenende einmal mehr abgelehnt. Nun hängt Bellis, die im Mai ausgezählt ist, in Kabul fest.