Foto: Shutterstock / Just dance
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Wer braucht schon Viagra? Ein Mann in Schottland hatte kürzlich eine 22-stündige Erektion – wegen eines Bräunungsmittels. Der 41-Jährige hatte sich eine Überdosis der sogenannten „Barbie-Droge“ Melanotan verabreicht.

Wie die „DailyMail“ berichtet, hatte er das im Vereinigten Königreich verbotene Mittel in einem Bodybuilding-Shop erworben und daraufhin regelmäßig in seinen Bauch injiziert. Dies habe er getan, ohne Angaben zu Nebenwirkungen und der Dosierung erhalten zu haben.

Nachdem er zuvor jedoch „nur“ mit Zwei-Stunden-Erektionen zu kämpfen gehabt habe, sei der Vorgang diesmal aus dem Ruder gelaufen. Innerhalb von nur einer Stunde sei der Penis des Mannes „nicht mehr funktionsfähig gewesen“, 21 Stunden und etliche Kühlpacks später hatte der Schotte genug und ließ sich in ein Krankenhaus einweisen.

Die Ärzte stellten fest, dass das Melanotan einen Low-Flow-Priapismus ausgelöst hatte, also eine Dauererektion, die durch den verminderten Abfluss des Blutes aus den Schwellkörpern zustandekommt. Eine halbe Stunde lang spritzten die Ärzte dem Mann Gegenmittel in den Penis, bis dieser nach und nach erschlaffte.

Zwei Wochen lang hatte er mit Schwellungen zu kämpfen, was jedoch blieb, ist eine Erektionsstörung. Der behandelnde Arzt, Dr. Dreyer aus dem Queen Elizabeth University Hospital in Glasgow, möchte diesen Fall nutzen, um auf die Gefahren von Melanotan aufmerksam zu machen: „Unser Patient hat uns gesagt, dass er das Mittel niemals genommen hätte, wenn er von Priapismus als Nebenwirkung gewusst hätte. Mehr Wissen über die Nebenwirkungen würde den Missbrauch von Melanotan verringern. Er wird es in Zukunft vermeiden und in der Zukunft Sonnenbäder nehmen.“

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