Circus Krone verkauft Löwen-Kot
Foto: Sven Hoppe/dpa

Auf dieses Idee muss man erstmal kommen! Der Circus Krone aus München verkauft Löwen-Kot in Einmachgläsern. Klingt total verrückt, doch es steckt tatsächlich ein guter Grund dahinter.

Wer Marder vom Auto fernhalten will, kann ab sofort auf ein exotisches Hilfsmittel zurückgreifen: Der Circus Krone mit Sitz in München verkauft seit dieser Woche Löwen-Kot im Einmachglas. Die Exkremente können nach Angaben des Zirkus als Hausmittel verwendet werden, um andere Tiere abzuhalten. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

„Es gibt jetzt einen Riesen-Run darauf“, sagte die Zirkus-Sprecherin am Freitag. „Wir haben wahnsinnig viele Anfragen per E-Mail bekommen.“ Verkauft wird der Löwen-Kot aber ausschließlich auf der „Krone-Farm“ in Weßling bei Starnberg, einer Art Altersruhesitz für die Tiere, inzwischen für Besucher geöffnet.

Postboten atmen auf

„Auf einen Versand per Post haben wir mit Rücksicht auf die Boten verzichtet“, sagte die Sprecherin. „Aber für den Transport finden wir im Zweifelsfall einen Weg.“

Der Circus Krone nutzt die Löwen-Exkremente nach eigenen Angaben auch selbst, zum Beispiel um Marder von Fahrzeugen fernzuhalten. Die Einnahmen aus dem Verkauf kommen dem Lacey Fund zugute – einem Verein zur Verbesserung der Bedingungen in Tierhaltungen, der von Zirkus-Direktor Martin Lacey gegründet wurde.

Der Zirkus steht wegen seiner Tiere seit Jahren in der Kritik. Tierschützorganisationen fordern ein Ende ihrer Haltung für Auftritte in der Manege.

+++ Ranking: Das sind die 15 gefährlichsten Tiere der Welt! +++

Manche Zirkusse verzichten darauf, Wildtiere zu halten. Der Zirkus Krone jedoch nicht. Er hat zum Beispiel 26 Löwen. Jeden Monat belaufen sich alleine die Kosten für das Futter in Form von Fleisch auf etwa 20.000 Euro.

Im Moment treten die Löwen allerdings gar nicht auf. Denn wegen der Sorge vor dem Coronavirus fallen die üblichen Vorstellungen aus. Üben müssen die Löwen trotzdem, genauso wie alle anderen Tiere im Zirkus.

Quelle: dpa