Fudschijama
Foto: AP/Jae C. Hong

Ein auf YouTube live übertragener Sturz eines Bergsteigers auf dem höchsten Berg Japans hat eine Suchaktion ausgelöst. Zehn Einsatzkräfte suchten am Mittwoch den zweiten Tag nach dem Mann, der offenbar erschöpft am schneebedeckten Fudschijama in die Tiefe stürzte, teilte die Polizei in der Präfektur Shizuoka mit. Sie sei von Zuschauern des Livestreams auf den Fall aufmerksam gemacht worden, sagte ein Sprecher.

In dem Livestream ist der Mann, der sich „TEDZU“ nannte, zu sehen, wie er sich entlang eines Zauns offenbar in großer Kälte dem Gipfel des Fudschijamas näherte. „Ich eile zum Gipfel“ kommentierte er. „Meine Finger bringen mich um. Aber ich muss mein Handy bedienen. Ich hätte ein Wärmekissen mitbringen sollen.“

Er macht verschiedene Versuche, seine Hände zu wärmen, einmal steckt er sie unter seine Arme. Der schneebedeckte Pfad wird enger, führt an einem Zaun an einer steilen Felswand entlang. Als der Weg ein Stück bergab führt, warnt er sich selbst: „Oh, das ist rutschig hier, wird gefährlich. Ich versuche, auf den Steinen zu gehe, ja, den Steinen. Es ist ein steiler Abhang.“

Dann der Absturz: „Warte! Ich rutsche!“. Das Geräusch ist zu hören, auch, wie sich der Sturz beschleunigt. Noch zu sehen ist, wie er kopfüber stürzt, und wie er seine Gehstöcke verliert. Dann bricht die Übertragung abrupt ab.

Die Bergsteigersaison auf dem 3776 Meter hohen Fudschijama endete im September. Außerhalb der Saison ist das Besteigen des Fudschijamas nicht ausdrücklich verboten, teilte die Polizei mit.

Quelle: dpa