Kinderpornografie CD Datenträger
Foto: Peter Förster/dpa

Ab wann spricht man eigentlich von Kinderpornografie? Ist von „Kinderpornografie“ die Rede, ist damit die fotorealistische Darstellung des sexuellen Missbrauchs einer Person unter 14 Jahren gemeint.

Laut Definition des Bundeskriminalamtes liegt der Herstellung solcher Darstellungen ein realer, oft schwerer, sexueller Missbrauch zugrunde. Durch die Verbreitung solcher Bilder werde eine betroffene Person zudem dauerhaft zum Opfer gemacht, in der Kriminologie spricht man auch von einer „dauerhaften Viktimisierung“. Bei Opfern zwischen 14 und 18 Jahren spricht man indes von Jugendpornografie.

Welche Strafe droht?

Das Strafgesetzbuch gibt unter Paragraph 184b klar vor, mit welchen Strafen bei der Verbreitung, dem Erwerb oder dem Besitz kinderpornografischer Schriften zu rechnen ist. Wird „kinderpornografische Schrift verbreitet oder der Öffentlichkeit zugänglich macht“, droht eine Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren. Handelt der Täter gar gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, droht eine Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren.

Strafrechtlich zu verfolgen sind seit 2015 in Deutschland zudem auch Inhalte, die als sogenanntes „Posing“ eingestuft werden. Also Inhalte, die Geschlechtsteile von Kindern in aufreizender Art und Weise zur Schau stellen, ohne das direkt eine sexuelle Handlung vorgenommen wird.

Was sollte man tun, wenn man selbst Kinderpornos entdeckt?

Wer kinderpornografische Inhalte im Internet entdeckt oder sogar zugeschickt bekommt, sollte dies beim jeweiligen Landeskriminalamt (LKA), bei der örtlichen Polizeiwache oder im Netz auf der Internetseite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes melden. Weitere Nachforschungen sollte man indes nicht anstellen, da schon allein die Suche nach kinderpornografischen Materialien im Internet strafbar ist.

Quelle: mit Agenturmaterial (dpa)