Vulkanausbruch La Palma
Foto: Carlota Manuela Martin Fuentes via AP

Auf der Kanareninsel La Palma ist am Sonntag im Bereich der Bergkette Cumbre Vieja ein Vulkan ausgebrochen. Das teilte das Vulkanologische Institut der Kanaren mit. Der Vulkan war zuletzt 1971 ausgebrochn.

Der spanische Sender TVE zeigte Aufnahmen von riesigen Wolken schwarzen und weißen Rauchs, die über dem Grat des Vulkans in die Höhe schossen. Ein Lavastrom ergoss sich entlang des Hangs und näherte sich einer Gruppe von Häusern. Erhöhte seismische Aktivität war bereits seit einer Woche gemessen worden.

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Der seismologische Leiter des Nationalen Instituts für Geologie in Spanien, Itahiza Dominguez, sagte dem Sender RTVC, noch könne nicht gesagt werden, wie lange der Ausbruch dauern werde. Frühere Eruptionen auf den Kanaren hätten aber Wochen oder sogar Monate gedauert, sagte er.

Unmittelbar vor der Eruption hatten die Behörden begonnen, etwa 1000 Bewohner mit eingeschränkter Mobilität in Dörfern nahe dem Zentrum der Aktivität zu evakuieren. Der Einsatz wurde dann beschleunigt. Das betroffene Gebiet im Süden der Insel ist nur dünn besiedelt. Bewohner von fünf nahe gelegenen Dörfern waren bereits aufgefordert worden, wachsam zu sein und ihr Zuhause im Fall eines Ausbruch des Vulkans zu verlassen.

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Die zu Spanien gehörende Insel hat rund 85 000 Einwohner. Vor der Eruption wurde am Sonntag ein Erdbeben der Stärke 3,8 registriert. Stärkere Erdbeben „könnten Schäden an Gebäuden anrichte“», teilte das Wissenschaftliche Komitee des Vulkangefahr-Präventionsplans mit. Für einen Abschnitt der Südwestküste der Insel gebe es die Gefahr von Steinschlag.