1. FC Köln RheinEnergie-Stadion
Foto: Christophe Gateau/dpa

Vor dem rheinischen Fußball-Derby in der Bundesliga zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln beschäftigt eine offensichtliche Fan-Provokation die Polizei. Das Derby in Düsseldorf galt schon vorher als Hochsicherheitsspiel.

Wie mehrere Medien berichteten, bestätigte die Kölner Polizei, dass Unbekannte vor dem Nachbarschaftsduell am Sonntagnachmittag in der Bundesliga drei Ziegenköpfe ins Innere des RheinEnergie-Stadions in Köln geworfen haben. Es ist anzunehmen, dass hinter der Aktion Fans von Fortuna Düsseldorf stecken, die die Kölner „Geißböcke“, so der Spitzname des Klubs, vor dem Aufeinandertreffen am 10. Bundesligaspieltag einschüchtern wollten.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Tat soll sich bereits am Freitagabend oder Samstagvormittag ereignet haben. Es ist nur eine von vielen Provokationen im Vorfeld der Partie. Fans beider Lager hatten im Internet zu Gewalt gegen den verhassten Lokalrivalen aufgerufen.

Zwei Beispiele aus der Düsseldorfer Fan-Ecke sind hier zu bestaunen:

Am Samstagabend sperrte dann die Düsseldorfer Polizei Straßen im Stadtteil Flingern, in dem die Fortuna ihre Heimat hat, weil Randale aus der Kölner Fanszene befürchtet wurde.

Die Polizei ist vor dem Spiel (Sonntag, 15.30 Uhr) ohnehin in Alarmbereitschaft. Das Derby ist ein sogenanntes Hochsicherheitsspiel. Das zieht unter anderem ein striktes Alkoholverbot in der Düsseldorfer Arena nach sich. Die Polizei setzt rund 1500 Beamte in der NRW-Landeshauptstadt ein, rund 6000 Gästefans werden in Düsseldorf zum Derby erwartet. Für beide Teams ist es ein sportlich wichtiges Spiel, da beide Klubs nach neun Spieltagen in der höchsten deutschen Spielklasse lediglich sieben Punkte auf dem Konto haben und im Abstiegskampf stecken.