Coronavirus Face Shield Visier
Foto: Petros Giannakouris/dpa

Als Schutz gegen Corona interessieren sich offensichtlich immer mehr Leute in Deutschland für ein durchsichtiges Visier – obwohl es keine anerkannte Alternative zur Maske ist.

Nach einer Auswertung der Suchmaschine Google vom Donnerstag stieg die Anfrage „Visiere statt Masken kaufen“ in den vergangenen sieben Tagen um 1300 Prozent. Die Frage „Wo sind Visiere erlaubt“ stieg um 170 Prozent. Das Suchinteresse nach dem Begriff „Visier“ erreichte laut Google-Angaben in diesem Monat ein Rekordhoch.

Visiere – auch Face Shields genannt – werden in der Gastronomie und bei Ärzten oder Friseuren als zusätzlicher Schutz gegen das Coronavirus genutzt. Sie halten aber das Verströmen von Aerosolen offensichtlich nicht so gut ab wie Masken.

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Das Robert Koch-Institut sagt dazu: Visiere können „nach unserem Dafürhalten nicht als gleichwertige Alternative“ zur Mund-Nasen-Bedeckung angesehen werden.“ Die Verwendung von Visieren anstelle von MNB wird derzeit bereits von verschiedenen Herstellern beworben, ohne dass Belege für die Äquivalenz dieser Ersatzmaßnahme vorliegen.“

Im Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Mund-Nasen-Bedeckungen werden Visiere nicht aufgeführt. Auch die meisten Behörden erkennen sie nicht als Alternative an – allenfalls aus gesundheitlichen Gründen gelten dann Ausnahmen.

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Freitag mit 180.458 angegeben – ein Plus von 741 seit dem Vortag. Die in der US-Stadt Baltimore ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 182.196 Infizierte.

Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte 8450 Todesfälle und damit 39 mehr als am Vortag, die JHU 8470 Tote. Die Zahl der Genesenen betrug laut RKI etwa 164.100.

Quelle: dpa