Eigentlich brüstet sich YouTube damit, aufgrund von scharfen Richtlinien und verschiedenen Kontrollmechanismen anstößige Inhalte schnell von ihrer Seite zu verbannen. Doch die Realität sieht anders aus: So leicht kommt man auf der Video-Plattform auf pornografisches Material.

Auf YouTube führen viele Wege zum Sex – bei manchen davon dürfte es der Google-Tochter schwer fallen, sie zu unterbinden. Zudem sind auf dem Portal selbst auch sexuelle Inhalte zu finden. Besonders für junge Nutzer ist das natürlich gefährlich.

Einerseits wird YouTube schon seit Jahren mit „Link-Videos“ vollgespammt. Dabei werden entweder im Video selbst – oder alternativ in der Video-Beschreibung drunter – Links auf andere, meistens unbekannte, Websites eingebaut.

Dabei wird regelmäßig auf anstößige Inhalte wie Pornos oder Gewaltszenen oder auf Videos, die aufgrund von Copyright-Problemen, auf dem Portal gesperrt werden würden, hingewiesen. Letzteres betrifft häufig Live-Streams von Sportveranstaltungen.

Allerdings wird auch immer wieder gefährliches Videomaterial gesichtet, was gar nicht erst vom Suchschirm der Plattform abgefangen wird. Vor einigen Jahren wurden von einem Journalisten mehrere Pornos gefunden, weil die gälische Sprache, in der die Filmchen beschrieben wurden, anscheinend nicht ausreichend geprüft wurde.

Doch nicht nur durch die Sprache der Videobeschreibung können Pornos auf YouTube „überleben“. Teilweise sind komplette Sexfilme auf dem Portal frei zugänglich, allerhöchstens wird das Schauen dann durch eine Schranke erschwert, bei der man sein Alter in Form eines Google-Kontos bestätigen muss.

In diesem Fall muss nur bestätigt werden, dass man 18 Jahre oder älter ist. Auch das Erstellen eines Google-Accounts ist keine Hürde, denn auch dort muss man nichts nachweisen, um das Alter zu bestätigen.

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Darüber hinaus stellt ein Sprecher des Portals bei „Bild“ klar, dass es auch bewusst Ausnahmen in Bezug auf pornografische Inhalte gebe. Diese Besonderheit greife, wenn die Materialen einen „hinreichend dokumentarischen, erzieherischen, wissenschaftlichen, nachrichtlichen oder künstlerischen Wert haben.“ Beim Nutzen von YouTube muss man also auf jeden Fall achtsam sein.