Während in den nun entscheidenden US-Bundesstaaten die Stimmen noch ausgezählt werden, sorgen in sozialen Netzwerken Aufnahmen der Trump-nahen evangelikalen Predigerin Paula White-Cain für große Belustigung.

In einer Predigt betet sie eindringlich für den Sieg Trumps bei den Präsidentschaftswahlen. Dabei wiederholt White-Cain ekstatisch einige Passagen immer und immer wieder, etwa: „Ich höre den Klang des Sieges“ oder „Der Herr sagt, es ist getan“. Hier könnt Ihr einen Ausschnitt der Predigt im Video sehen:

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White ist eine Vertraute Trumps. Die erzkonservative Predigerin hielt etwa bei seiner Amtseinführung im Januar 2017 eine Rede. Evangelikale Christen sind eine wichtige Wählergruppe für Trump.

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Das vielfach geteilte Video zeigt einen kurzen Ausschnitt eines zweieinhalbstündigen Gottesdienstes der Kirche „City of Destiny“ in Apopka im Bundesstaat Florida. Darin spricht White-Cain von Wahlbetrug, Fehlberechnungen und Leuten, die versuchten, die Wahl zu kapern.

„Wir entfesseln die Macht und die Autorität des Herrn gegen jeden Dämon, der dieser Wahl begegnet ist“, predigt sie. Trump hatte wiederholt die Rechtmäßigkeit der Wahl angezweifelt. Der Gottesdienst fand am Mittwochabend (Ortszeit) statt.

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Für Verwunderung – und Belustigung – in den sozialen Medien sorgt außerdem ein Mann, der in dem Videoausschnitt hinter White-Cain auf der Bühne mit einem Handtuch immer wieder hin- und herläuft. Es handelt sich dabei um White-Cains Sohn Bradley Knight, der vor ihr predigte.

Donald Trump fordert Stopp der Stimmenauszählung

Derweil hat der amtierende US-Präsident Donald Trump per Twitter einen Stopp der Stimmenauszählung gefordert. Der nur aus den drei Worten „STOP THE COUNT!“ bestehende Tweet erschien am Donnerstag in einer Phase, in der sein demokratischer Herausforderer Joe Biden in den verbliebenen, noch nicht entschiedenen US-Staaten überwiegend in Führung ging oder im Zuge der Auszählung von Briefwahlstimmen aufholte.

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Wenig später twitterte er, dass kein Ergebnis, das nach dem „Election Day“ eingegangen sei, gezählt werde. Twitter versah den Tweet mit einem Warnhinweis und schrieb, dass manche Stimmen noch immer ausgezählt werden müssten:

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Wahlen – auch auf Bundesebene wie die am Dienstag abgehaltenen Präsidenten- und Kongresswahlen – werden in den USA von den Einzelstaaten und Kommunalverwaltungen reguliert und durchgeführt. Trumps öffentliche Äußerungen haben daher keine Auswirkungen auf den Fortgang der Stimmenauszählung. Weder er als Präsident noch andere Bundesorgane können die Auszählung stoppen.

Bis Donnerstag wurden keine Vorfälle von Fehlverhalten bei der Stimmenauszählung gemeldet, trotz Trumps öffentlicher Beschwerden. Trumps Wahlkampfteam hat in mehreren Staaten rechtliche Schritte unternommen, um die Auszählung zu stoppen, begründet mit mangelnder Transparenz.

Quelle: dpa/AP