Vermisster Junge aus Kerkrade tot gefunden – Verdächtiger gefasst

Ein seit Mittwoch vermisster Junge aus Kerkrade (Niederlande) ist tot aufgefunden worden. Die Polizei hatte schon zuvor einen Verdächtigen festgenommen.
Junge in Kerkrade vermisst - Leichenfund
Die Polizei untersucht den Fund einer Leiche in einem Haus. Es handelt sich dabei um einen vermissten Junge aus Kerkrade. Foto: Rob Engelaar/ANP/dpa
Junge in Kerkrade vermisst - Leichenfund
Die Polizei untersucht den Fund einer Leiche in einem Haus. Es handelt sich dabei um einen vermissten Junge aus Kerkrade. Foto: Rob Engelaar/ANP/dpa

Unser Nachbarland Holland steht unter Schock. Ein im niederländischen Grenzort Kerkrade vermisster Junge ist tot. Das gab die Polizei bekannt.

Bei der Leiche, die am Samstag gefunden wurde, handele es sich um den neunjährigen Gino, teilte die Polizei in Kerkrade im Südosten des Landes mit. Nach dem Jungen war seit Mittwochabend gesucht worden.

In der Nacht zum Samstag war bereits ein verdächtiger Mann festgenommen worden. Der 22-Jährige soll in der nächsten Woche dem Haftrichter vorgeführt werden. Gino war nach Darstellung der Polizei vermutlich mit dem Mann mitgegangen. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt. Der Mann sei bei den Justizbehörden bekannt. Unklar war, ob er auch vorbestraft war.

Familie steht unter Schock

Die Familie des Kindes ist nach Angaben einer Sprecherin zutiefst entsetzt und in einem Schockzustand. „Die Trauer ist nicht zu beschreiben und schrecklich“, heißt es in einer Erklärung.

Die Leiche war in Geleen gefunden worden, etwa 25 Kilometer von Kerkrade entfernt. Dort war auch der Verdächtige gefasst worden. Ob die Leiche auch bei der Wohnung des Mannes gefunden wurde, teilte die Polizei nicht mit. Der Fundort wurde nach Polizeiangaben weiträumig abgesperrt, Experten sicherten Spuren.

Der Junge wohnte eigentlich in Maastricht und hatte einige Tage bei einer älteren Schwester in Kerkrade verbracht. Am Mittwochabend wollte er noch Fußball spielen. Als er gegen 19.30 Uhr nicht zurück war, schaltete die Schwester die Polizei ein. Einsatzkräfte auch mit Hunden und Hubschraubern sowie auch hunderte Freiwillige hatten Gino gesucht.

Das könnte dich auch interessieren:

dpa