Vergewaltigung: Corona-Test im Intimbereich – Anklage wegen dreister Lüge

Er überzeugte eine Frau, dass ein Corona-Test auch im Intimbereich vorgenommen wird. Nun muss ein Testzentrums-Mitarbeiter hinter Gitter.
Corona Test Stäbchen
Ein Corona-Test bringt Klarheit, ob sich der Patient infiziert hat. Foto: Tom Weller/dpa
Corona Test Stäbchen
Ein Corona-Test bringt Klarheit, ob sich der Patient infiziert hat. Foto: Tom Weller/dpa

Wegen einer dreisten Lüge, die zudem absolut unappetitlich ist, muss ein Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums in Indien hinter Gittern. Er überzeugte eine Frau, dass ein Corona-Test auch im Intimbereich vollzogen werden müsse. Nachdem das Ganze aufflog, wurde der Mitarbeiter festgenommen.

Wie „India Times“ berichtet, ereignete sich der Vorfall im indischen Bundestaat Maharashtra. Nachdem ein Arbeitskollege positiv auf das Coronavirus getestet wurde, mussten sich alle Angestellten eines Unternehmens in dem Testzentrum einen Corona-Test unterziehen. Dabei nahm der Täter zunächst den üblichen Nasenabstrich.

Mann überzeugte Frau von Corona-Test im Intimbereich

Dann aber teilte er der Getesteten mit, dass er noch einen Abstrich aus ihrem Intimbereich brauche, damit der Test akkurat sei. Die Frau wusste es offenbar nicht besser, ließ den Mitarbeiter den Abstrich auch dort nehmen. Anschließend schöpfte sie aber Verdacht, als sie mit ihrem Bruder über den Test sprach und dieser noch nie von einer solchen Testmethode gehört hatte.

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Ein Arzt bestätigte dies den beiden dann noch einmal. Daraufhin ging die Frau zur Polizei, die die Ermittlungen einleitete. Im Anschluss daran wurde der Verdächtige festgenommen. Nach dem Vorfall im Juni 2020 wurde dem Mann nun der Prozess gemacht. Er musste sich vor Gericht wegen Vergewaltigung verantworten und wurde schuldig gesprochen.

Zudem wurde der Mann, der im Testzentrum in der indischen Stadt Amravati tätig war, bestraft, weil er sich der Unwissenheit der Frau zu Nutze machte, um sexuell ihr gegenüber übergriffig zu werden. Für den Prozess hatte das Urteil zwölf Zeugen geladen, die ihre Sicht auf den Sachverhalt schilderten. Die Entscheidung des Gerichtes: Der Mitarbeiter wurde nun zu zehn Jahren Haft verurteilt.

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