Foto: Shutterstock/sfam_photo
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Ein vierjähriges Mädchen soll in Nordindien auf der Intensivstation einer Klinik von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Ein Verdächtiger sei bereits festgenommen worden, doch werde nach weiteren noch gefahndet, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit.

Demnach hatte das Mädchen ihrer Großmutter gesagt, dass ein Krankenpfleger und vier weitere Personen sie vergewaltigt hätten, als sie am Samstagabend auf der Station alleine gewesen sei.

Einlieferung nach Schlangenbiss

In die Klinik war das Kind nach einem Schlangenbiss gekommen und vier Tage dort behandelt worden. Ermittler versuchen herauszufinden, warum das Mädchen auf der Intensivstation allein gelassen wurde. Zudem bat die Polizei um die Herausgabe von Aufnahmen von Überwachungskameras.

Die Klinik ist rund 250 Kilometer von Luckow entfernt, der Hauptstadt des Bundesstaats Uttar Pradesh.

In den vergangenen Jahren wurde Indien von einer Reihe von brutalen Sexualverbrechen erschüttert, etwa die Gruppenvergewaltigung und Ermordung einer Studentin in einem Bus in Neu-Delhi 2012. Der Vorfall sorgte für einen Aufschrei in einem Land, in dem Gewalt gegen Frauen in vielen Fällen hingenommen worden war.

Die Politik reagierte mit verschärften Strafen. Für die Vergewaltigung von Erwachsenen drohen inzwischen bis zu 20 Jahre Haft. Erst Anfang des Jahres billigte die Regierung zudem die Todesstrafe für Täter, die der Vergewaltigung von Kindern unter 12 Jahren überführt werden.

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(dpa)