Geflügelrolle Sausage Roll
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Für viele Veganer ist es ein Albtraum: Eine Frau bestellt eine Mahlzeit, in der natürlich keine Lebensmittel tierischen Ursprungs enthalten sind, und bekommt ein ganz normales Fleisch-Menü. Was diese Studentin aber nun behauptet, ist ziemlich übertrieben.

Für viele Briten begann das Jahr mit einem Streitthema: Die Bäckerei-Kette Greggs hat Anfang des Jahres verkündet, dass sie ihre beliebten Geflügelrollen in den knapp 2000 Filialen künftig auch in einer veganen Variante anbieten wird.

Über Tage dominierte das Thema die sozialen Medien – Veganer freuten sich darüber, dass sie nun auch was von dem beliebten Snack haben. Viele Fleischesser standen dem Ganzen kritisch gegenüber, sogar eine Petition wurde ins Leben gerufen.

Ein großes Fragezeichen stand auch hinter dem Geschmack – anscheinend sind mittlerweile aber viele begeistert. Im ersten Halbjahr 2019 hat das Unternehmen fast 60 Prozent mehr Profit gemacht. Nun muss sich Greggs aber mit einem sehr penetranten Kunden auseinandersetzen.

Wie die britische Boulevard-Zeitung „Daily Star“ berichtet, war Sharleen Ndungu in Tränen aufgelöst, nachdem ihr Rollen mit Schweinefleisch vorgesetzt wurden. Sie hatte sich aber nicht geirrt und beteuert, die vegane Variante bestellt zu haben.

Nicht nur seelisch scheint der Studentin der „Zwischenfall“ nahegegangen zu sein, sie behauptet auch, nach dem Zubeißen mit Herzrasen gekämpft zu haben. Darüber hinaus sei Ndungu nun „für immer vergiftet“.

Das erklärte sie in einem YouTube-Video, in dem sie den Vorfall sehr emotional schilderte. Außerdem forderte sie das Unternehmen auch auf, ihr einen Gutschein als Entschädigung anzubieten. Mittlerweile hat die Engländerin das Video aber gelöscht.

Als ihr dann allerdings ein Gutschein über rund 30 Euro angeboten wurde, lehnte sie diesen übrigens ab. Es wirkt zugegebenermaßen alles etwas dramatisiert.

Denn Ndungu geht sogar so weit, dass Greggs sie hätte umbringen können – wäre sie gegen Schwein oder eine andere Zutat allergisch gewesen. „Manche, damit meine ich Fleischesser, werden meinen, dass ich übertreibe, es hätte mir aber das Leben kosten können.“ Das Unternehmen hat sich nun noch einmal öffentlich entschuldigt und gibt an, künftig solche Zwischenfälle verhindern zu wollen.