Eduardo Hernandez
Foto: AP/Stefanie Dazio

Eine Frau aus Las Vegas ist nach Tage langem Martyrium in der Wüste nördlich von Los Angeles gefunden worden – stark unterkühlt, aber lebend. Zuvor war sie von einem Mann und dessen Tochter zunächst gekidnappt, beraubt und vergewaltigt worden.

Laut eines Berichtes von „News abc 13 WLOS“ hatten Stanley Alfred Lawton und Shaniya Nicole Poche-Lawton die Frau nahe der Edwards Air Force Base einfach aus dem Auto geworfen und liegen gelassen. Dort wurde sie vom Militärpersonal zufällig gefunden. Das rettete ihr vermutlich das Leben.

Nach Angaben des Los Angeles County sollen sich Täter und Opfer gekannt haben. Details hierzu wurden indes nicht bekannt gegeben. Fest steht derweil, dass die Frau am 30. Oktober in Las Vegas gekidnappt wurde. „Mit vorgehaltener Waffe und mit Gewalt wurde sie zunächst über die Landesgrenze nach Kalifornien gebracht“, erklärte Sheriff Eduardo Hernandez. „Anschließend wurde sie mindestens eine Woche im Zimmer eines Hauses festgehalten.“

Dort wurde sie von den beiden Tätern mehrfach vergewaltigt. Später wurde Geld mit den Bankkarten der Frau abgehoben. Wie viel gestohlen wurde, ist bislang nicht bekannt.

Am vergangenen Mittwoch nahmen Beamte den 54-Jährigen fest, einen Tag später seine Tochter. Beide müssen sich nun wegen Entführung, Diebstahl, Vergewaltigung und versuchten Mordes verantworten.

Hernandez gab zu Protokoll, dass die Frau froh ist, am Leben zu sein. Sie war zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden. Inzwischen wurde sie dort entlassen und zurück nach Nevada gebracht. Es ist nach wie vor unklar, wie lang sie in der Wüste gelegen hat.

Der Fall könnte vor einem Bundesgericht verhandelt werden, weil das Opfer über die Landesgrenze gebracht worden war. Das FBI ist bereits in die Ermittlungen involviert.