Blaulicht Polizei
Foto: Yevhen Prozhyrko / shutterstock.com

Ein Mann in den USA hatte plötzlich ein ganz dringendes Bedürfnis, pinkelte deshalb hinter ein parkendes Auto. Unfassbar: Diese Aktion bezahlte er mit seinem Leben. Der Mörder wurde am Dienstag zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Für den Richter war es der „sinnloseste Mord überhaupt“.

Der Mord liegt schon knapp zwei Jahre zurück. Der Fotograf Rasheed Olabode war zur falschen Zeit am falschen Ort. Im April 2018 musste er auf einmal ganz dringend auf die Toilette – und pinkelte schnell hinter ein Auto in Newark, einem Ort in New Jersey. Sowas soll schon mal vorkommen. Doch der Wildpinkler wurde dabei von Christopher Poole erblickt, einem mehrfach vorbestraften Gang-Mitglied.

Das berichten US-Medien wie NJ.com und die New York Post übereinstimmend.

Und der hatte offenbar wenig Verständnis für den Mann, der auf die Schnelle kein Klo gefunden hatte. Er zwang den 27-Jährigen, sich hinzuknien, bedrohte ihn mit einer Schusswaffe. Olabode flehte noch um Gnade, doch Poole drückte eiskalt ab, schoss seinem Opfer eine Kugel mitten ins Herz.

Ein Krankenwagen brachte Olabode noch ins Krankenhaus, doch die Ärzte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Die Hinrichtung auf offener Straße wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Insofern fiel die Beweisführung nicht sonderlich schwer.

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„Es ist einer der sinnlosesten, wenn nicht der sinnloseste Mord überhaupt, mit dem ich je zu tun hatte“, erklärte der vorsitzende Richter Ronald Wigler den Mord, der von dem Gericht am Dienstag mit lebenslanger Haft geahndet. „Der einzige Fehler, den das Opfer begangen hat, war, vor der falschen Person zu urinieren.“

Im Klartext muss Poole für 63 Jahre ins Gefängnis. erst dann wären 85 Prozent seiner Strafe nach US-Gesetz verbüßt und er hätte einen Anspruch auf Bewährung.

Mann stellt Wildpinkler zur Rede und wird verprügelt

Der Verurteilte selbst zeigte keinerlei Reue, verzichtete sogar gänzlich auf eine Aussage. Die Gnadengesuche seiner Familienangehörigen hatten vor Gericht keine schonende Wirkung.

Poole fiel bereits im Alter von 15 Jahren bei den Behörden auf. Bis zum Mord wurde er elfmal verhaftet. Zum Zeitpunkt des Mordes war der 26-Jährige gerade auf Bewährung draußen.