Um trotz Corona an Halloween Süßigkeiten an Kinder verteilen zu können, ist ein Vater im US-Bundesstaat Ohio auf eine kreative Lösung gekommen. Nun kann der nötige Mindestabstand eingehalten werden.

Gemeinsam mit seiner sechs Jahre alten Tochter befestigte Andrew Beattie eine 1,83 Meter lange Pappröhre, die dank Dekoration einer Zuckerstange ähnelt, an dem Treppengeländer vor seinem Haus in der Stadt Cincinnati. „Das ist etwas, das den Kindern Spaß macht und sie nicht daran denken lässt, dass ich das mache, um eine Erkrankung zu verhindern“, sagte Beattie dem Sender CNN.

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Mithilfe orangefarbener Sprühfarbe und schwarzen Klebebands verwandelte er nach eigenen Angaben die Pappröhre binnen 20 Minuten in eine Süßigkeitenrutsche. Kabelbinder und bunte Lichter sorgten dann sowohl für den richtigen Halt als auch für gute Sicht am Treppengeländer.

Ein am unteren Ende platziertes Schild in Gespenstform mit der Aufschrift „Eimer hier hinstellen“ dient den Kindern beim sogenannten „Trick-or-Treating“ als Anleitung. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme will Beattie beim Verteilen der Süßigkeiten eine Maske tragen und seine Handschuhe häufig wechseln.

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Beattie hofft, dass seine Konstruktion Gemeinden dabei hilft, trotz der Corona-Pandemie auf sichere Weise Halloween zu feiern. „Unser Land braucht das jetzt“, sagte er der Zeitung „USA Today“.

Das sieht auch New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo so, der dem Lokalsender News 12 sagte: „Ich würde „Süßes oder Saures“ nicht verbieten, das wäre nicht angebracht. Wenn du Nachbarn hast und an deren Tür klopfen willst, Gott segne dich.“

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Zuvor hatten zahlreiche Städte in den USA wegen der Coronavirus-Pandemie an der Einhaltung der Halloween-Tradition gezweifelt. Die Gesundheitsbehörden in Los Angeles raten beispielsweise davon ab, in Miami soll das sogenannte „Trick-or-Treating“ teilweise aus dem Auto heraus stattfinden. In den Wohngebieten der Zentrale der US-Armee in Wiesbaden fällt Halloween in diesem Jahr dagegen ganz aus.

Mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ ziehen Verkleidete in der Nacht vom 31. Oktober jeden Jahres von Tür zu Tür. Wer nichts Süßes anbieten kann, dem drohen Streiche.

Quelle: dpa