Alligator Tuempel See
Foto: Shutterstock/Enrique Aguirre

Alligatoren können ziemlich brutal sein. Die Kiefer der bis zu neun Meter langen Räuber sind so stark, dass sie ihre Beute im Nullkommanichts erlegen können. Cynthia Covert ist das nun zum Verhängnis geworden.

Die 58-Jährige hatte auf Kiawah Island im US-Bundesstaat South Carolina einen Alligator in einem Teich entdeckt. Zunächst allerdings setzte sie den Weg zu ihrem eigentlichen Ziel fort: Die Maniküristin war gerade unterwegs zu einer Kundin gewesen – brisanterweise trotz des in den USA wegen des Coronavirus verhängten Lockdowns.

Barbara Howell, Coverts Kundin, bemerkte sofort, dass etwas nicht stimmte. „Sie sah den Alligator und war sofort fasziniert“, erzählte sie „NBC News“. Und so schoss sie von der Veranda sofort Fotos von dem Tier, nachdem sie ihrer Klientin die Nägel gemacht hatte.

Polizei rätselt noch: Wie kommt ein Alligator in diesen Teich?

Kurz danach nahm das Unheil seinen Lauf. Wie Howell der Polizei mitteilte, war sie gerade dabei, die Veranda zu putzen, als sie bemerkte, dass das Opfer sich dem Teich näherte. Sie habe ihr zwar noch zugerufen, dass sich der Alligator erst vor kurzem ein Reh von diesem Punkt gepackt hatte. Allerdings kam die Warnung wohl nicht richtig an.

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Nur wenige Augenblicke, nachdem Covert geantwortet hatte, dass sie nicht wie ein Reh aussehe, schnappte das Tier zu und zog seine Beute am Bein ins Wasser. Howell rief sofort die Polizei, doch letztlich kam jede Hilfe zu spät. Erst zehn bis 15 Minuten nach dem Eintreffen tauchte der leblose Körper wieder auf – der Alligator hatte ihn noch immer im Mund. Daraufhin schoss ein Beamter auf ihn, woraufhin die Tote endlich befreit werden konnte.

Als Todesursache gab das zuständige Büro des Sheriffs von Charleston County Ertrinken sowie mehrere brutale Verletzungen an. Es war die dritte tödliche Alligator-Attacke in South Carolina in den vergangenen vier Jahren.