Foto: Screenshot Instagram / nejm
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Ein 71-Jähriger Mann aus Südkorea wollte in einem Sushi-Restaurant lecker essen gehen. Was nur wenige Stunden später passiert ist, ist der blanke Horror.

Die linke Hand des Mannes schwoll innerhalb kürzester Zeit an und verfärbte sich blau-violett, es bildeten sich Blasen und Blutergüsse. Die Diagnose: Vibrio vulnificus – eine bakterielle Infektion. Diese tritt häufig nach dem Verzehr von Meeresfrüchten auf und führt zu Erbrechen, Durchfall oder eben auch zu einer entzündlichen Reaktion der Haut.

Im Falle des Koreaners verlief eine lokale Erstbehandlung erfolglos, sodass er sich zwei Tage nach dem Besuch im Sushi-Restaurant mit starken Schmerzen und unter Fieber in einer Notaufnahme meldete. Die Ärzte operierten den 71-Jährigen, entfernten die Geschwüre und gaben ihm Antibiotika.

 

Ein Beitrag geteilt von NEJM (@nejm) am Jul 31, 2018 um 9:03 PDT

Genützt hat allerdings auch das nichts, es wurde noch viel schlimmer. Die sich erneut bildenden Geschwüre entwickelten sich zu einer Nekrose. Darunter wird das Absterben einzelner Zellen und Glieder verstanden. Eine Amputation des linken Unterarms wurde somit unumgänglich. Wie das „New England Journal of Medicine„, eine der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften, berichtet, ist diese 25 Tage nach der Infektion erfolgt. Der Mann habe die Operation gut überstanden und wurde anschließend nach Hause entlassen.

Dass der 71-Jährige den Verzehr von rohen Meerestieren so schlecht vertragen hat, liege derweil auch an der Tatsache, dass er bereits unter Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und einer Nierenerkrankung im Endstadium litt. Dadurch sei das Risiko für Infektionen und Komplikationen erhöht, so das „New England Journal of Medicine“.

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