Im Netz ist ein Video viral gegangen, das einen Affen beim Bedienen eines Smartphones zeigt. Wie sicher der Schimpanse die Instagram-App bedient sorgt für Belustigung und Erstaunen, aber es gibt auch Kritik.

Kürzlich postete Influencer Mike Holston, der auf Instagram über 5,3 Millionen Abonnenten hat und mit spektakulären Tierbildern berühmt wurde, ein Video, auf dem ein Affe mit einem Handy in den Händen zu sehen ist. Wie ein Social-Media-Profi klickt er sich durch die App und schaut sich Tierbilder und -Fotos auf Holstons Profil an. Wie sicher das Tier die App dabei bedient, ist in der Tat faszinierend.

Holston, der sich auf Instagram „therealtarzann“ nennt, schrieb zu dem Video eine emotionale Botschaft: „Jede Nacht gehe ich ins Bett und denke darüber nach, wie ich dazu beitragen kann, wie Welt zu verändern und die Menschen dazu zu inspirieren, unserer wunderschönen Tierwelt und unser Ökosystem zu lieben.“ Am Schluss appelliert er: „Lasst uns alle einander lieben und den Planeten zusammen retten.“

 
 
 
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Ein Beitrag geteilt von Mike Holston (@therealtarzann) am Apr 20, 2019 um 5:36 PDT

Das Video machte im Netz schnell die Runde und wurde auch auf anderen Social-Media-Kanälen geteilt. Allein Holstons Beitrag generierte mehrere Millionen Klicks und über 300.000 Likes. „Das ist einfach nur unglaublich“, kommentiert ein Fan. Ein anderer schreibt: „Er kann besser mit Instagram umgehen als ich selbst.“ Manche User sehen das Ganze aber kritisch: „Ich frage mich wirklich, warum er so gut Instagram bedienen kann.“ Andere werfen Holston vor, den Affen dressiert zu haben.

Auch von Tierschützern hagelte es Kritik. Die britische Primatenforscherin Jane Goodall zeigte sich von dem Video entsetzt und schrieb auf Twitter: „Ich bin sehr enttäuscht über die unangemessene Darstellung eines jungen Schimpansen in dem Video, das derzeit über die sozialen medien verbreitet wird.“

Auf ihrer Homepage  erklärt sie, dass Schimpansen keine Haus-, sondern Wildtiere seien. Derartige Interaktionen wie in dem Clip seien gefährlich. Primaten dürften nicht vermenschlicht und als lustige Kuscheltiere dargestellt werden. Auch der illegale Handel mit Menschenaffen würde dadurch vorangetrieben.

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