Mallorca Strand Corona
Foto: dpa/Clara Margais

Einfach am Strand auf Mallorca liegen? Für viele Deutsche aktuell ein Traum, allerdings rechnen die Urlaubswilligen mit solchen Bildern nicht: Ein Hai-Kadaver wurde am Strand von Sant Elm angespült.

Sollten sich Urlauber ins verhalten bereiste Sant Elm im Westen von Mallorca verirrt haben, hat sie am Sonntag ein ungewohnter Anblick am Strand empfangen – dort lag ein Hai-Kadaver.

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Für die Anwesenden ist das zwar ein Naturspektakel, allerdings wahrscheinlich auch ein Anblick, auf den man lieber verzichten würde. Zumal der tote Hai eine große Kopfwunde hatte und mutmaßlich qualvoll gestorben ist:

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Ob das die ideale Werbung für den Tourismusstandort Mallorca ist, der aktuell ja mit einigen Corona-Lockerungen um die Gunst der Urlauber wirbt, sei mal dahingestellt. Aus Tierschützersicht ist es zweifelsohne ein Schock.

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Offenbar handelt es sich bei dem etwa zwei Meter großen Hai um einen kleinen Blauhai, der der Hochseehaiart zugeordnet wird. Das berichtet die Lokal-Zeitung „Diario de Mallorca“. Alternativ könnte es auch ein Grauhai sein, der ebenfalls im Mittelmeer beheimatet ist – weitere Untersuchungen sollen in den kommenden Tagen vorgenommen werden.

Was allerdings schon geklärt sein soll, ist, dass der Hai nicht an Land getötet wurde, sondern schon tot angespült wurde – die Strömung im Mittelmeer habe da schlichtweg ihr Übriges getan. Das Umweltministerium nimmt sich dem Fall nun an und will weitere Analysen vornehmen.

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Bei solchen Zwischenfällen nehmen Organisationen wie „MallorcaBlue“, die sich um den Schutz von Umwelt und Tieren auf der Insel bemühen, besonders Fischer ins Auge. Erst im Februar hat „MallorcaBlue“ ein Video auf Twitter gepostet, auf dem ein getöteter Hai zu sehen ist. Es wird gemutmaßt, dass die Fischer die Taten aus Selbstschutz begehen, um mögliche Angriffe der Haie in ihrem Lebensraum zu verhindern.

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Ansonsten steht Mallorca aktuell nicht wegen seiner Umwelt, sondern wegen seiner niedrigen Corona-Zahlen im Fokus der Deutschen. Da das Auswärtige Amt die Insel nicht mehr als Risikogebiet wertet, ist der Reiseverkehr in den vergangenen Wochen wieder deutlich angestiegen.