Ungeimpfter erwacht aus Koma – jetzt wirbt er für die Impfung gegen Corona

Steve Rose war lange Zeit sorgenlos gegenüber dem Virus. Dann erkrankte er, fiel ins Koma und rang mit dem Leben. Jetzt macht er sich stark für die Imfpung.
Astrazeneca-Impfung
Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Astrazeneca-Impfung
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Mit nur 36 Jahren hätte sich Steve Rose nicht vorstellen können, so schwer am Coronavirus zu erkranken. Alles fing ganz harmlos an. Eine Erkältung, mehr war das eigentlich nicht, was er sich da im November vergangenen Jahres zuzog.

Mit der Zeit aber wurde das Atmen immer schwieriger, wie er gegenüber dem NBC-Ableger „WRAL“ erklärt. Er konnte das Bett nicht mehr verlassen und die Erkältung wurde immer hartnäckiger. Schließlich ging es ins Krankenhaus nach Statesville, von wo es per Hubschrauber weiter ins Uniklinikum von Chapel Hill ging.

Vor Thanksgiving fiel er dann in ein künstliches Koma, aus dem er erst vor einigen Tagen wieder erwachte. „Das letzte Gespräch, an das ich mich erinnere, drehte sich um das Thanksgiving-Dinner, und ich hatte mich darauf gefreut“, so Rose beim Interview.

Zweimal musste er an eine sogenannte ECMO-Maschine angeschlossen werden. Diese führt dem Patienten Sauerstoff zu, weil das Virus die Lunge bereits so angegriffen hatte, das ein normales Beatmungsgerät nicht mehr ausreichte. Auch musste er zweimal eine Dialyse über sich ergehen lassen, weil sein Körper mittlerweile zu viel Säure enthielt.

„Egoistisch, sich nicht impfen zu lassen“

Inzwischen erholt er sich wieder, alle Beteiligten rechnen aber mit einem langen Genesungsprozess. „Es ist noch nicht vorbei. Ich kann nicht laufen. Ich werde gerade stark genug, um mich aufzusetzen“, so Rose. Daher rechnet er mit monatelanger Reha.

Zudem bedauert er, sich nicht gegen Corona geimpft zu haben. Laut eigener Aussage war sein Gedanke, dass er es so lange ohne Impfung geschafft hat, nicht an dem Virus zu erkranken, dass er auf den Impfstoff verzichten könne. „Wissen Sie, ich denke, es ist fast egoistisch, sich jetzt nicht impfen zu lassen.“

Nun möchte er andere Ungeimpfte von der Nadel überzeugen. „Würden Sie lieber das Risiko eingehen zu sterben? Ich möchte nur darauf hinweisen, dass es dieses Zeug wirklich gibt und dass es einen umbringen kann.“

Sein eigenes Leben hat inzwischen eine völlig neue Wertschätzung, wie er weiter ausführt. „Es hat viele Perspektiven verändert, absolut“, sagt er. „Ich bin dankbar, am Leben zu sein. Ich weiß die Menschen in meinem Leben mehr zu schätzen.“

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