twitch Pink_Sparkles
Foto: Twitch/Pink_Sparkles

Er konnte und konnte seine Augen einfach nicht vom Bildschirm abwenden. Erik Estavillo, nach eigener Diagnose sexsüchtig, starrte tage-, wochen-, ja wohl monatelang in die Dekolletés von leichtbekleideten Gamerinnen auf der Streaming-Plattform Twitch. Unter anderem deshalb hat er die Amazon-Tochter nun auf 25 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

Doch das ist noch nicht alles, die Anklage, über die „Daily Mail“ berichtet, beinhaltet noch viel mehr Gründe: Weil die Spielerinnen eben nur einen Hauch von nichts anhatten und ihre Brüste so prominent in die Kameras hielten, sah sich Estavillo zum Masturbieren gezwungen. Mit einem Sexspielzeug habe er „seinen Penis jeden Tag wundgescheuert“, Rötungen und sogar Infektionen erlitten, weshalb er seinen bestes Stück mit einer antibiotischen Salbe habe behandeln müssen.

Die Sex- und Twitch-Sucht soll sogar zu einen Brand geführt haben. Als er, so heißt es in der Klage, einmal auf seinen Monitor ejakulierte, sei es zu einem Kurzschluss gekommen, der ein kleines Feuer verursacht habe. Daraufhin sei der Strom in seiner Wohnung ausgefallen.

Twitch JadetheJaguar
Die Gamerin „JadetheJaguar“ während eines Twitch-Streams. Foto: Twitch/JadetheJaguar

Weil er die Spielerinnen stundenlang anstarrte und wenig schlief, berichtet er auch von blutunerlaufenen Augen. Außerdem behauptet Estavillo, an Depressionen, Zwangsstörungen, Platzangst und Morbus Crohn zu leiden. Die Klage hat der Sexsüchtige am 15. Juni beim Gericht des Bezirks Santa Clara in Kalifornien eingereicht.

Darin steht weiter, dass Twitch sein Leiden massiv vergrößert habe, „indem viele sexuell suggestive Frauen durch den Algorithmus von Twitch angezeigt werden, was es für den Kläger fast unmöglich macht, Twitch zu benutzen, ohne solchen sexuell suggestiven Inhalten ausgesetzt zu sein“.

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Estavillo forderte die Amazon-Tochter auf, den weiblichen Nutzern sexuell aufreizende Auftritte und Darstellungen zu verbieten. Ein Sprecher des Unternehmens bezeichnete die Klage als „leichtsinnig“ und „absolut unbegründet“.

Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass Estavillo vor Gericht zieht. In der Vergangenheit hat er bereits unter anderem Nintendo, Microsoft und Sony verklagt. Stets erfolglos. Sein Verhalten hat ihm jedenfalls den Spitzennamen „PSN-Kläger“ eingebracht; die Initialien stehen für Sonys Online-Community „PlayStation Network“. „PSN-Kläger“ so heißt übrigens auch seine Autobiografie.