Blut
Foto: Shutterstock/Kopytin Georgy

Bei einem Gefängnisaufstand in Guatemala sind mindestens sieben Häftlinge getötet worden. Die Revolte habe am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in einer Haftanstalt im Ort Cantel im Südwesten des mittelamerikanischen Landes begonnen, teilte das Innenministerium mit.

Nach ersten Informationen seien Gefangene in einen Bereich des Gefängnisses eingedrungen, in dem andere Häftlinge zu ihrer eigenen Sicherheit isoliert gewesen seien, sagte der Chef des guatemaltekischen Strafvollzugssystems, Rodolfo Escobar, dem Sender Chapin-TV. Demnach kam es zum Gebrauch von Stichwaffen.

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Guatemaltekische Medien berichteten, einige Häftlinge seien enthauptet worden. Es habe auch Geiselnahmen gegeben. Zunächst war unklar, ob die Sicherheitskräfte die Lage wieder unter Kontrolle bringen konnten.

Das staatliche Menschenrechtsbüro schrieb auf Twitter, das Gefängnis sei zu 200 Prozent überbelegt. In überfüllten lateinamerikanischen Gefängnissen, in denen auch gefährliche Bandenmitglieder einsitzen, kommt es immer wieder zu Unruhen und Aufständen.

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Nach Medienberichten standen die Vorfälle in Cantel im Zusammenhang mit der Tötung einer Frau kurz zuvor unweit des Gefängnisses. Bei dem Opfer soll es sich demnach um die Partnerin eines Häftlings gehandelt haben.

Quelle: dpa