Polizei
Foto: shutterstock/Tobias Arhelger (Symbolbild)

Ein Polizist in Mecklenburg-Vorpommern soll einem 65-Jährigen nach dessen Tod die EC-Karte geklaut und damit knapp 2000 Euro abgehoben haben. Der Betrug flog auf, seinen Job ist der Beamte vorerst los.

Bereits am 15. Januar wurde Wilfried K. tot in seiner Wohnung in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) aufgefunden. Für seine Tochter Ines ein Schock. Sie verwaltete den Nachlass ihres Vaters als sie auf einmal stutzig wurde und bemerkte, dass mit der EC-Karte ihres verstorbenen Vaters mehrmals Geld abgehoben wurde. Das berichtet die „Bild„.

Demnach sollen insgesamt 1990 Euro nach dem Tod Wilfried K.’s abgehoben worden sein. Wie das Polizeipräsidium Neubrandenburg mittlerweile bestätigte, steht ein Polizist des Hauptreviers Demmin unter Verdacht, die EC-Karte samt PIN gestohlen und das Geld von dessen Konto abgebucht zu haben. Dabei handelt es sich offenbar um den Beamten, der den 65-Jährigen tot in seiner Wohnung auffand.

Die Beweislast scheint erdrückend: So sollen Überwachungsvideos der Bank existieren, die den verdächtigen Beamten auf dem Weg zum Automaten zeigen – und zwar genau zu dem Zeitpunk, als das Geld vom Konto des Verstorbenen abgehoben wurde. Bei einer Hausdurchsuchung wurden beim Verdächtigten zudem die Bankkarte sowie ein Zettel mit der PIN-Nummer des Toten gefunden.

Der 31 Jahre soll geständig sein, wie die „Bild“ wissen will. Er wurde vorerst vom Dienst suspendiert. Gegen ihn laufen ein Ermittlungs- und ein Disziplinarverfahren.

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