Corona Impfstoff Spritze
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Es gibt weitere Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus. Die Biotech-Firma Moderna hat der US-Gesundheitsbehörde CDC Zwischenergebnisse der Tests eines Corona-Impfstoffkandidaten in Hinblick auf ältere Menschen vorgestellt.

Von der Pressestelle des US-Unternehmens hieß es am Donnerstag, die Ergebnisse seien „sehr positiv und stimmen mit den Ergebnissen von jüngeren Probanden überein“. Der Impfstoff mRNA-1273 habe bei älteren Menschen eine ähnlich gute Immunantwort wie bei jüngeren hervorgerufen, zudem habe es keine schweren Nebenwirkungen gegeben.

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Moderna hatte im Juli mitgeteilt, mit dem Impfstoffkandidaten eine klinische Phase-III-Studie mit 30.000 Probanden begonnen zu haben. In einer Phase-III-Studie wird überprüft, ob und wie gut ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Die Studie finde an 89 Standorten in den USA statt, hieß es. In einem ähnlich fortgeschrittenen Stadium werden derzeit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge nur eine Handvoll weiterer Wirkstoffe erforscht.

Derweil rechnet das Robert Koch-Institut (RKI) damit, dass es zum Beginn des kommenden Jahres Impfstoffe gegen das neue Coronavirus gibt. „Nach aktuellem Kenntnisstand wird erwartet, dass bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt und vertrieben werden könnten“, heißt es im jüngsten Epidemiologischen Bulletin vom Donnerstag.

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Es sei allerdings damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen werde. Deshalb solle die Ständige Impfkommission ein Konzept erarbeiten, wie die dann verfügbaren Bestände mit dem bestmöglichen Nutzen eingesetzt werden könnten. Dieses Prinzip heißt Priorisierung. Dabei seien ethische Aspekte für eine gerechte Verteilung von besonderer Bedeutung. Die Priorisierung solle dafür sorgen, bestmöglich zur Vermeidung von schweren Erkrankungen und Todesfällen beizutragen.

Wie in anderen Ländern weise die aktuelle Entwicklung in Deutschland auf einen erneuten Anstieg von Sars-CoV-2-Infektionen hin, heißt es im Bulletin. Seit Beginn der Epidemie bis Donnerstag hat das RKI 237.936 Corona-Infektionen in Deutschland registriert, darunter 9285 Todesfälle.

Quelle: dpa