Tapferer Corona-Patient liegt 550 Tage im Krankenhaus, nun bringt ihn die Polizei nach Hause

Er musste alles neu erlernen, hat sich aber ins Leben zurückgekämpft. Nach eineinhalb Jahren im Krankenhaus ist der wohl tapferste Corona-Patient der Welt wieder daheim.

Als Donnell Hunter seinen Kampf mit dem Coronavirus beginnen musste, waren Impfungen noch nicht in Aussicht, Schnelltests für jedermann noch eine Rarität und die zweite Welle auch noch nicht abzusehen. 550 Tage lag der US-Amerikaner daraufhin im Krankenhaus und kämpfte mit Covid-19. Nun freut er sich darüber, endlich wieder zuhause zu sein.

Es ist eine Geschichte, die zweifelsohne bewegt. Gerade in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren ist so viel passiert, da fühlt sich der September 2020 wie eine Ewigkeit an. Wir haben bereits darüber gesprochen, was sich pandemisch seitdem in Sachen Impfungen, Tests und Lockdowns getan hat. Davon hat Hunter nur bedingt mitbekommen.

Eineinhalb Jahre im Krankenhaus – da freut sich selbst die Polizei

Für ihn stand über die längste Zeit dieser 550 Tage nur im Fokus, einfach Covid-19 zu überstehen. Das ist ihm gelungen – und noch besser: Es sieht danach aus, als habe er gute Chancen, sich von der Krankheit, die ihm rund eineinhalb Jahre die Lebensqualität raubte, zu erholen. Wie „NBC News“ berichtet, konnte Hunter in der vergangenen Woche das Krankenhaus in seiner Heimat Albuquerque verlassen.

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Was seine Heimkehr den Leuten, die ihm nahestehen bedeutet, das wurde ziemlich deutlich. Als Hunter nach Hause kam, standen sie Spalier für ihn und es gab sogar eine Polizeieskorte für den vielleicht tapfersten Corona-Patienten der Welt. In der Zeit, die er im Krankenhaus verbrachte, wurde Hunter Großvater. Nun war es ihm erstmals möglich, auch sein Enkelkind kennenzulernen. Einen bessere Grund, endlich wieder heimzukehren, kann es wohl nicht geben.

 

Hunter hat aber schwierige Zeiten hinter sich: Kurz nachdem er ins Krankenhaus eingeliefert wurde, musste er künstlich beatmet werden. Sein Leben hing am seidenen Faden. „Ich konnte zwischenzeitlich meine Hände, meine Arme und meine Beine nicht mehr spüren. Ich musste darauf warten, dass erst überall das Gefühl wiederkommt und dann alles neu erlernen“, erklärt Hunter. Er musste darüber eine Sprachtherapie machen, lernen zu essen und zu schlucken.

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Er sagt, er habe ihm Krankenhaus oft davon geträumt, dass er nach Hause zurückgekehrt sei. Dann ist er aufgewacht und musste feststellen, dass er in der Realität immer noch im Krankenhaus lag. Nun sieht es anders aus: Nun ist die Rückkehr in die eigenen vier Wände nicht mehr nur ein Traum, sondern die Realität.