The Wave Surf-Park
Foto: The Wave/Wavemaker

Der Sommer ist vorüber, jetzt beginnt die Zeit der Surfer – zumindest in Europa. Doch in der englischen Landschaft läuft die Saison jetzt einfach das komplette Jahr.

Mit Wasser kennen sich die Briten doch aus. Das werden sich Nick Hounsfield und Craig Stoddar, die Männer hinter „The Wave“, gedacht haben – auch wenn es im Falle ihrer Landsleute zum größten Teil der Regen ist, der eigentlich zu jeder Jahreszeit von oben kommt.

Bei dem Millionenprojekt des Duos wird das Wasser genutzt, um sich wie auf Hawaii zu fühlen. Nach neunjähriger Planung eröffnen die beiden Ende Oktober einen großen Wassersport-Park. Die größte Attraktion ist ein künstlicher See, auf dem man Wellenreiten gehen kann.

Bis zu 1000 Wellen werden stündlich auf dem 180 Meter langen Wasserstück erzeugt, mit insgesamt 26 Millionen Liter Wasser ist der See befüllt. Die Organisatoren sprechen von der ersten Inland-Attraktion ihrer Art weltweit.

Der See ist in sechs Surf-Zonen unterteilt – die niedrigste Stufe, für Neulinge, bietet Wellen auf einer Höhe von rund 50 Zentimeter. In der höchsten Stufe können sich Profis bei Wellen von bis zu zwei Metern versuchen.

Der Park ist in der Nähe der Stadt Bristol im Südwesten Englands gebaut worden und hat knapp 30 Millionen Euro gekostet. Wenige Tage vor der offiziellen Eröffnungen durften einige Surfer die Anlage schon einmal testen.

„Die ganze harte Arbeit war es wert, wenn man die ersten Wellenreiter dann endlich bestaunen kann“, sagte Hounsfield nach der inoffiziellen Premiere. Im Frühjahr 2020 soll auf der Anlage noch ein Familienbereich eröffnet werden, in dem unter anderem Campingbereiche entstehen werden.

Surfparks gibt es bereits einige auf der Welt. Beispielsweise steht auf Teneriffa im berühmten Siam-Park eine Surfanlage. Auch in Deutschland sollen die künstlichen Wellenbecken entstehen. In Berlin ist ein 150 mal 150 Meter großes Becken geplant. In Stade wollen sie die ersten sein, 2022 sollen die Tore geöffnet werden.