Tshekede Bufton Pitso ist tot. Am 24. März dieses Jahres hörte sein Herz auf zu schlagen. Doch seine Liebe zu seinem Auto nahm er mit ins Grab.

Es sind Bilder wie aus einem Film. Ein Mann ist mit Kabelbindern an das Lenkrad eines Autos gefesselt, die Scheiben größtenteils abgedeckt. Langsam lässt ein Mann den Wagen von einer Rampe runter in ein metertiefes Loch, das zuvor gegraben wurde.

Doch es ist kein Film, den wir hier sehen, sondern das echte Leben. Genau so geschehen in Südafrika – auf der Beerdigung von Tshekede Bufton Pitso. Der letzte Wille des im Alter von 74 Jahren verstorbenen Politikers war es, in seinem geliebten Mercedes beerdigt zu werden. Und diesen Wunsch bekam er nun erfüllt:

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„Für ihn gab es zwei Sorten von Autos: Mercedes – und den Rest. Er sagte, wenn der Tag gekommen sei, wolle er darin beerdigt werden. Wir haben ihm zugehört, seinen Wunsch respektiert und hoffen jetzt, dass er glücklich auf uns herunterblickt“, sagte seine Tochter Sefora Letskawa laut verschiedenen Medien.

Pitso soll seit den 1970er-Jahren nichts anderes mehr gefahren sein als Mercedes. Den Großteil seines Fuhrparks, den er über die Jahre angehäuft hatte, hatte er allerdings aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nach und nach verkaufen müssen. Seine E500-Limousine jedoch behielt er immer – sogar, als diese aufgrund diverser Defekte nicht mehr fahrtauglich war.

Weil er den Wagen so sehr geliebt habe, habe er sich dennoch noch oft hinter das Steuer gesetzt, etwa um Besucher zu empfangen oder einfach den Sonnenuntergang zu genießen. Den letzten sah Pitso am 24. März. Danach legte sich der Vize-Bürgermeister der kleinen Ortschaft Jozana und Mitgleid des United Democratic Movement (UDM) in seinem Haus schlafen und wachte nie wieder auf.

Wir hoffen, dass Pitso nun an einem besseren Ort ist und dort wieder die Straßen unsicher macht. Möge er in Frieden mit seiner großen Liebe ruhen!