Studien bestätigen: Impfungen schützen essenziell vor Long-Covid-Symptomen

Mehrere unabhängige Studien haben untersucht, wie sich Impfungen auf Long-Covid-Symptome auswirken. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine Impfung ist.
Impfungen Coronavirus Spritze
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Impfungen Coronavirus Spritze
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Schon länger wird über die Wirksamkeit der Impfungen gegen Covid-19 gestritten und inzwischen sind auch Long Covid und Impfungen ein immer größeres Thema. Nun gibt es aber auch dazu erste Studien, wie das Portal vom „Ärzteblatt“ berichtet.

Denn an der israelischen Bar-Ilan Universität wie auch in England wurde untersucht, wie sich eine Corona-Impfung auf etwaige Long-Covid-Beschwerden auswirkt. Fast 4000 Teilnehmer nahmen an einer Online-Umfrage in Israel teil. 951 von ihnen waren positiv getestet worden, bei knapp 300 war eine doppelte Impfung vorhanden. Sie hatten also einen Impfdurchbruch.

Nach 4 bis 11 Monaten fragten die untersuchenden Wissenschaftler die Teilnehmer nach ihren Beschwerden. Zwar gaben einige durchaus auch Symptome an, die zu Long Covid zu zählen sind, doch insgesamt waren es 80% weniger, als es bei der Gruppe ungeimpfter Teilnehmer.

Booster-Impfung bringt dreimal so viele Antikörper wie Infektion

Ähnliche Ergebnisse lieferte auch die Studie aus England. Dort führt die Statistikbehörde schon länger regelmäßige Befragungen durch, seit kurzem auch zu Long Covid. Hier hätten die Befragten schon nach wenigen Wochen der Infektion deutlich seltener über Langzeitbeschwerden geklagt. Insgesamt 41 Prozent der Geimpften hätten seltener Long-Covid-Beschwerden.

In Amerika wurde kürzlich ebenfalls eine Studie veröffentlicht, allerdings noch im Vorveröffentlichungsstatus. Diese besagt, dass eine Booster-Impfung dreimal so viele Antikörper bringt, als eine „normale“ Infektion. Denn bei einer Infektion könne es bei einem leichten Verlauf passieren, dass zu wenige Antikörper gebildet werden. Weshalb die Konsequenz eine erneute Ansteckung wäre.

Auch sei man nach einer Infektion mit Omikron nicht gegen Delta geschützt. Die große Angst ist daher, dass Delta zurückkehren könnte, wenn Omikron abklingt. Das bestätigte auch die Leiterin des Instituts für Virologie an der TU München Ulrike Protzer. Sie sagte in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe: „Es ist absolut möglich, dass nach dem Abflachen der aktuellen Welle Delta zurückkommt.“

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