Amanda Ramirez
Foto: AP/Joe Warner

Fünf Monate ist es her, dass Amanda Ramirez ihre Zwillingsschwester Anna tötete. Nun gestand sie den Mord vor Gericht und wurde verurteilt.

Sie lagen zusammen in einer Wiege, waren laut ihrer jüngeren Schwester Bianca Medina ein Herz und eine Seele. Doch jetzt ist eine der Anna Ramirez tot – erstochen von ihrem Zwilling. Wie konnte es so weit kommen?

Laut Informationen von „nj.com“ waren die 27-Jährigen am Abend des 22. Juni gemeinsam feiern gewesen. Eine Cousine postete ein kurzes Video der feucht-fröhlichen Party auf Facebook. Anna und Amanda sind darauf nebeneinander zu sehen – gut gelaunt und harmonisch geht es zu. Noch!

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Denn am frühen Morgen geraten sie aneinander. Amanda behauptet, sich nicht mehr an den Grund für die heftigen Streitigkeiten erinnern zu können. Ebenso fehle ihr jede Erinnerung an die Tat. Fakt ist: Amanda hatte später Schrammen im Gesicht. Eine Nachbarin soll gehört haben, wie sie „Pass auf, was ich gleich mache!“ schreien haben hören.

Und dann passierte es: Aus ihrer Wohnung holte Amanda ein Messer und rammte es ihrer Schwester in die Brust. Um 5.38 Uhr traf die Polizei am Tatort ein, etwas mehr als eine halbe Stunde später wurde Anna Ramirez für tot erklärt. Sie hinterlässt drei Töchter.

Vor Gericht gestand Amanda den Mord nun, bat in Person ihres Anwalts aber – ebenso wie die Familie – um Milde. „Wenn ich es könnte, würde ich es ungeschehen machen. Ich muss ein Leben lang damit zurechtkommen, dass sie nicht mehr da ist. Es macht mich fertig“, sagte sie. „Ich möchte meine Familie um Verzeihung bitten, dass sie das alles meinetwegen durchmachen musste. Ich hoffe, alle können mir vergeben.“

Ihre Tat sei das Resultat nicht behandelter emotionaler Probleme. Im Zuge ihrer Schwangerschaft habe sie unter einer Wochenbettdepression gelitten. Ihre zwei Jahre alte Tochter muss nun mindestens sechs Jahre lang ohne sie auskommen – so lange wird Amanda nun hinter Gittern verbringen.