Starbucks Logo
Foto: AP/Gene J. Puskar

Eine irre Geschichte aus den USA: Eine Kundin betritt mitten in der Corona-Pandemie eine Starbucks-Filiale in San Diego ohne Mund-Nasen-Schutz. Nachdem der Barista die Kundin auf die Maskenpflicht hinweist, eskaliert die Situation. Die Frau tobt, beleidigt ihn und macht ein Foto. Doch dann geht die Sache erst richtig los. Doch am Ende steht für den Starbucks-Mitarbeiter ein Happy End.

Lenin Gutierrez ist plötzlich eine kleine Berühmtheit. Und um mehr als 100.000 Dollar Trinkgeld reicher. Doch, wie der Barista, der bei Starbucks in einer Filiale im kalifornischen San Diego den Kaffee zubereitet, zu dem Haufen Trinkgeld kam, ist schon eine kuriose Geschichte.

+++ Wie ein Starbucks-Becher in die 8. Staffel von „Game of Thrones“ kam +++

Als eine Kundin ohne Mund-Nasen-Schutz den Laden betrat, stellte er ihr nur eine kurze Frage, die jedoch das Fass gleich zum Überlaufen brachte. „Haben Sie eine Maske dabei?“, fragte Lenin Gutierrez die Kundin und erntete neben bösen Blicken auch eine merkwürdige Antwort. „Nein, ich brauche keine“, sagte die Frau. Der Kaffee-Experte hatte nach eigener Aussage keine Zeit, ihr die Maskenpflicht zu erklären, da die Kundin schon auf 180 war.

Sie schimpfte. Auf das Coronavirus. Auf die Menschen, die für sie „Schafe“ seien. Und der arme Barista bekam natürlich auch noch sein Fett weg. Dann machte die wütende Frau noch ein Foto von ihm und verließ den Laden wieder. Für Gutierrez war dies zwar kein ganz normaler Zwischenfall, doch er dachte, die Sache sei damit zu mindest erledigt. Doch er ahnte da noch nicht, dass da noch eine Überraschung auf ihn wartete.

Denn für die aufgebrachte Kundin war der Fall noch längst nicht bei den Akten. Sie postete das Foto auf Facebook und schrieb dazu: „Triff Lenin von Starbucks, der sich weigerte, mich zu bedienen, weil ich keine Maske trage.“ Außerdem fügte sie hinzu: „Nächstes Mal werde ich auf die Polizei warten und eine medizinische Ausnahmebescheinigung mitbringen.“ Mittlerweile ist ihr Posting gelöscht worden.

+++ Starbucks-Mitarbeiter schreibt krasse Beleidigung auf Becher +++

Gutierrez entdeckte das Posting in der Folge aber noch vor Löschung und war zunächst sehr erschrocken, wie er im Interview mit „CNN“ zu Protokoll gab. Doch als in die Kommentare unter dem Posting schaute, musste er lachen. Denn: Die Menschen solidarisierten sich klar mit ihm und seinem Verhalten. Viele sagten, dass Gutierrez sich genau richtig verhalten habe und der Fehler bei der Frau lag. Und ein User ging sogar noch einen Schritt weiter und rief eine Spendenkampagne für Gutierrez ins Leben.

Und tatsächlich, die Leute spendeten. Und sie spendeten viel. Über 100.000 Dollar kamen auf dem Portal „gofundme“ so zusammen. Gutierrez war sprachlos. Als er die passenden Worte gefunden hatte, postete er ein Video:

Facebook

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Facebook angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Beitrag laden

In dem Video zeigt sich Gutierrez sehr dankbar. Und der Mann weiß auch schon, was er mit dem vielen Geld anfangen möchte: Vor der Pandemie habe er Kindern Tanzunterricht erteilt. „Das ist das, was ich wirklich machen will: Anderen Menschen zu zeigen, wie man tanzt und wie sehr ich es liebe, zu tanzen.“ Die Spende habe seinen Traum ein Stück näher gebracht.

+++ Irre Corona-Partys: Wer sich zuerst ansteckt, kriegt Geld +++

Laut CNN will Gutierrez zudem einen Teil des Geldes spenden. Demnach kannten sich der tanzende Barista und der Organisator der Spendenkampagne nicht persönlich – dieser war einfach nur der Meinung, Gutierrez sei „gemobbt worden, weil er das Richtige getan hatte“.

Und so erhielt er das mit Abstand größte Trinkgeld seines Lebens.