Falsche Witwe Spinne
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Insekten, speziell Spinnen, sind für viele Menschen der Albtraum schlechthin. Eigentlich sind die Tiere meist harmlos, doch ein Fall aus Großbritannien zeigt, es kann auch anders kommen.

Kate Leverett wohnt mit ihrer Familie in Norwich. Jüngst wurde sie in den Po gebissen. „Ich habe meinen Mann gebeten, einen Blick darauf zu werfen und er sagte mir, dass es ein wenig rot aussähe, wie ein Punkt, aber dass ich mir keine Sorgen machen solle“, erklärte sie der britischen Tageszeitung „The Sun“.

Doch als sie später nach einem Abendessen in einem Restaurant nach Hause zurückkehrte, habe sie sich noch immer krank gefühlt. Ein Besuch im Krankenhaus war unvermeidlich.

Nach der Behandlung entschloss sich ihr Mann dazu, das Zuhause abzusuchen – und wurde tatsächlich fündig. Es war eine Falsche Witwe, auch europäische schwarze Witwe oder mediterane schwarze Witwe genannt. Sie ist deutlich kleiner, aber weniger giftig als die verwandte schwarze Witwe.

„In unserer Tür war ein ganzes Nest mit Baby-Spinnen, dann rund 30 mittelgroße und ein paar ausgewachsene in der Nähe meines Fensters und dem meines Sohnes“, verriet Leverett. „Und auch in unserer Küche waren Spinnen, so fünf bis sechs, wir hatten also eine richtige Invasion.“

Die zweifache Mutter vermutet, dass die Kriechtiere bereits im Vorjahr „eingezogen“ waren. Sie hatte die Bisse bei ihrem Sohn damals zunächst nicht identifizieren können, weil er von Windpocken befallen war, hatte sich jedoch gewundert, dass einige Wunden irgendwann eiterten. Als dann auch ihre Tochter über „sehr heiße rote Punkte“ klagte, sei es ihr bewusst geworden.

„Ich finde, die Menschen sollten sich darüber bewusst sein, dass es in diesem Land giftige Spinnen gibt, die einen beißen“, sagte Leverett. „Solltet ihr ein Zwicken, Stechen oder einen Biss spüren, geht zum Arzt, denn es könnte zu etwas ernsterem wie einer Blutvergiftung führen.“