Spanien Rettungsschwimmerin surfen Corona
Foto: Screenshot YouTube/Ruptly

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, muss im schlimmsten Fall ins Krankenhaus, mindestens aber in häusliche Quarantäne. Doch manche Menschen scheinen die Krankheit noch immer nicht wirklich ernst zu nehmen.

In diesem Fall reden wir aber nicht von Corona-Leugnern oder Verschwörungstheoretikern – zumindest ist nichts dergleichen bekannt –, sondern von einer Frau, die sehr wohl wusste, dass sie das Virus in sich trägt.

Wie „El País“ berichtet, wurde die nicht namentlich genannte Frau am Montag an einem Strand im spanischen San Sebastián festgenommen. Der Grund: Sie hätte eigentlich gar nicht draußen sein dürfen, weil sie wenige Tage zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Youtube

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden. Ich kann die Einbettung solcher Inhalte auch über die Datenschutzseite blockieren.

Video laden

Dem Bericht zufolge hatten Kollegen der Rettungsschwimmerin die Polizei kontaktiert und mitgeteilt, dass sie die Quarantäne-Regeln breche. Daraufhin fuhren die Polizisten mit einem Rettungsboot heraus, um die Frau zu einer Rückkehr an Land zu bewegen. Doch diese ließ sich davon keineswegs beeindrucken und surfte noch eine ganze Stunde seelenruhig weiter.

>> Droht ein Ischgl 2.0? Österreich will Ski-Gebiete im Winter offenhalten <<

Als sie dann schlussendlich am Ufer angelangte, wurde sie festgenommen, während ein Teil des Strandes für die Öffentlichkeit abgesperrt wurde. Zwar wurde die Frau wenige Stunden später wieder entlassen, laut „El Diario Vasco“ droht ihr jedoch eine Geldstrafe zwischen 3000 und 6000 Euro für die Nichteinhaltung der Quarantäne-Regeln und sogar bis zu 120.000 Euro, sollte nachgewiesen werden, dass sie eine andere Person mit dem Coronavirus angesteckt hat.

Spanien gehört zu den am stärksten betroffenen Staaten in Europa. Als erstes westeuropäisches Land hat es am Montag die Schwelle von einer halben Million Infektionen registriert. Rund 30.000 Menschen sind in Spanien an den Folgen der Krankheit gestorben. Das Auswärtige Amt hat daher für das ganze Land eine Reisewarnung ausgesprochen.