Foto: Shutterstock / zlikovec
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In die MRT-Röhre geht wohl kein Patient gerne. Einem Mann aus Bonn wurde die Enge zum Verhängnis. Er brach sich den Arm, bemerkte dies jedoch nicht. Der Grund: Der 73-Jährige ist halbseitig gelähmt.

Der Vorfall ereignete sich im Herbst 2017. Der noch dazu unter Adipositas leidende, 150 Kilogramm schwere Mann, war laut Informationen des „Express“ bei einem Bonner Radiologen vorstellig geworden. Weil er es wegen seiner Krankheiten körperlich stark eingeschränkt ist, habe man ihm dort auf eine Liege geholfen, die ihn in die Röhre schob. Als der Rentner wieder rausgefahren kam, war sein rechter Oberarm gebrochen. Er verklagte den Arzt auf 7.100 Euro Schmerzensgeld und Pflege-Mehraufwand, den seine Frau verrichten musste.

Vor Gericht stand nun Aussage gegen Aussage. Der Kläger stellte die These auf, sein Arm sei von der Liege gerutscht und wäre dann eingeklemmt worden. Der Arzt hingegen vermutete, dass der Arm seines Patienten durch Schweiß an der Röhre festgeklebt war und sich beim Herausfahren schwer gelöst habe. Dies sei nicht vorhersehbar gewesen.

Das Gericht war etwas anderer Meinung: Die Verletzung hätte durch eine Fixierung verhindert werden können. Statt einen Sachverständigen einzuschalten, einigten sich beide Parteien auf eine Entschädigung in Höhe von 3.600 Euro.

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