Überfall Fake England
Foto: Screenshot YouTube

Zur Mittagszeit wurde sie überfallen. Zwei vermummte Männer mit Waffen stürmen in das Wettbüro, in dem Natalie Solari arbeitet, und fordern Geld. Nun ist herausgekommen – es war alles nur ein Fake.

Im August 2018 ereignete sich der Zwischenfall in der Hafenstadt Ramsgate im Südosten Englands. Tyler McNeill und Daniel O’Reilly wollten das Geld erpressen. Sie bedrohten Solari und hielten die Waffen in ihre Richtung.

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Solari packte rund 12.000 Euro in einen Beutel, bevor sie den Notfall-Alarm auslöste, während das Duo mit der Beute in Richtung des Fluchtwagens floh. In dem Auto wartete der vierte Involvierte, Simon Bennett.

Die Polizei eilte zur Hilfe und nahm zwischenzeitlich sogar zwei Männer fest, die sie für Tatverdächtige hielten. Diese wurden aber später wieder freigelassen. Den richtigen Tätern kamen die Beamten auf die Schliche, als sie Video-Material sichteten, dass sie zum Fluchtfahrzeug führte.

So konnten McNeill und Bennett identifiziert werden, durch die Auswertung von Solaris Smartphone wurde festgestellt, dass McNeill und Solari Nachrichten austauschten und die 30-Jährige auch in Kontakt mit O’Reilly stand. Da wurde die Polizei erstmals stutzig…

Drei Wochen nach dem Überfall wurden zudem DNA-Spuren von Bennett und McNeill im Fluchtwagen festgestellt, die Anzeichen verdichteten sich da. Rund ein halbes Jahr brauchte die Polizei aber, um das Quartett festzunehmen.

Solari wurde bereits im Dezember 2018 gefangen, bei O’Reilly dauerte es bis Mitte Mai 2019. Die vier Verdächtigen wurden vernommen und widersprachen sich komplett in ihren Schilderungen. Die Polizei konnte aber feststellen, dass es sich bei den Waffen nur um Attrappen handelte.

Letztlich war der komplette Überfall ein Fake, vom Quartett gemeinsam vorbereitet und dafür wurden sie nun verurteilt. Die höchste Haftstrafe hat Solari bekommen, sie muss für zwölf Jahre hinter Gittern. McNeill wurde zu achteinhalb Jahren verurteilt, O’Reilly für siebeneinhalb Jahre. Dem Fahrer des Fluchtwagens stehen fünf Jahre in Haft bevor.