Foto: Round Rock PD
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Dreckige Windeln im Schrank, Fäkalien-Flecken auf dem Teppich und Fliegen in der Küche. Der Kot-Gestank drang bereits aus dem Haus, als Polizisten bei einer Familie in Texas klingelten. Chrystal W. hatte ihre fünf Kinder dort tagelang alleine gelassen – um Urlaub zu machen. Jetzt droht ihr eine langjährige Haftstrafe.

Die Jungs sind zwölf und zehn Jahre, die Mädchen drei und sechs Jahre sowie 15 Monate alt. Die fünf Kinder mussten vier Tage alleine daheim bleiben, weil ihre Mutter einfach mal Urlaub brauchte. Jetzt müssen sie womöglich viel länger ohne „Mom“ auskommen, denn der 28-Jährigen drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Der Vorfall ereignete sich bereits im August vergangenen Jahres, wie die „Daily Mail“ berichtet. Sie musste weg und alles zu Hause hinter sich lassen, hatte Chrystal W. den Behörden erklärt, nachdem diese die verwahllosten Kinder entdeckt hatten. Lehrer hatten die Polizei eingeschaltet, weil sie bemerkten, dass mit den beiden älteren Kinder, die weiter zur Schule kamen, etwas nicht stimmte.

Zunächst hatten sie den mutmaßlichen Vater kontaktiert. Der meinte allerdings lapidar, dass er lange ausgezogen sei. Und dass sich Nachbarn um die Kinder kümmern würden, weil die Mutter in Urlaub wäre. Als die Polizei klingelte, öffnete der Zehnjährige und behauptete, dass alles in Ordnung sei. Weit gefehlt! Die Söhne und Töchter hatten seit Tagen nicht gebadet und in den Zimmern herrschte Chaos. Müll und Fäkalien erzeugten unerträglichen Gestank.

Apropos Nachbarn: Eine Nachbarin sagte später aus, sie hätte den Kindern Brote geschmiert. Was sonst mit den Kindern los gewesen sei, hätte sie indes nicht gewusst. Sie sei davon ausgegangen, die Mutter müsse arbeiten. Außer, dass die Kids bis Mitternacht draußen spielten, hätte sie nichts Ungewöhnliches bemerkt. Ähnlich äußerte sich ein weiterer mutmaßlicher Vater. Zwar sei nur eines der Kinder von ihm, er habe aber allen Kindern Essen gebracht.

Die Mutter sagte der Polizei später, sie hätte längst zurück sein wollen, doch ihr Flug sei mehrfach verschoben worden. Sie sei in Myrtle Beach in South Carolina gewesen, um Job-Möglichkeiten auszuloten. Und sie hätte „einfach mal weg gemusst“.

Erst jetzt, ein knappes halbes Jahr nach dem Vorfall, wurde der Haftbefehl erlassen. Die Kinder wurden zunächst in Pflegefamilien untergebracht, sind inzwischen aber bei dem Vater von einem der Kinder.

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