Foto: Shutterstock / Maros Bauer
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Sie ist wohl der Inbegriff einer „Rabenmutter“. Eine Frau aus Swansea in Wales ließ ihren erst 18 Monate alten Sohn stundenlang alleine zuhause. Der Grund macht einfach nur wütend.

Ganze 15 Stunden war das Kleinkind alleine und lag völlig verwahrlost mit einer vollen Windel und einem wunden Bein in der Wohnung. Die Rettung für den Jungen kam dabei eher zufällig, denn Mitarbeiter des Sozialamts hatten der Familie laut Informationen von „WalesOnline“ einen Überraschungsbesuch abstatten wollen.

Die Frau und der Vater des Kindes waren in der Vergangenheit bereits wegen häuslicher Gewalt aufgefallen und standen deshalb unter Aufsicht. Weil die Frau nicht öffnete, habe das Sozialamt den Vermieter kontaktiert, der die Leidenszeit des kleinen Jungen schließlich beendete.

Sofort wurde er seinen Eltern entzogen und in eine Pflegefamilie gegeben. Die Mutter musste sich vor dem Gericht wegen Kindesmisshandlung verantworten. In diesem Zuge kam heraus, dass sie nicht die ganze Zeit auf einer Party war, sondern auf dem Rückweg in einen Autounfall verwickelt wurde. Vom Ort des Geschehens versuchte sie zu fliehen, wurde allerdings von der Polizei gefasst.

Aus ungeklärten Gründen gab sie eine falsche Identität an – ohne an ihr Kind zu denken. „Ihre Priorität lag ausschließlich darin, ihre eigene Haut zu retten. Ich hoffe, ich muss Ihnen nicht sagen, dass ihr Verhalten höchst verwerflich war“, sagte der Richter vor der Urteilsverkündung.

Die Frau wurde zu einer einjährigen Gefängnisstrafe verurteilt, die für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt ist. Darüber hinaus muss sie 25 Tage gemeinnützige Arbeit leisten. Ganz abgesehen davon, dass sie ihr Kind wohl nicht wiedersehen wird.

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